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The Rudolf Steiner Archive

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The Agricultural Course
Spiritual Science Foundations
for the Prosperity of Agriculture
GA 327

13 June 1924, Koberwitz

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The Agricultural Course, tr. SOL
  1. Landwirtschaftlicher Kurs

Fünfter Vortrag

Fifth Lecture

Meine lieben Freunde!

My dear friends!

[ 1 ] Dasjenige, was gestern vorgebracht wurde für die Aufbesserung unseres Düngers [durch die Behandlung] in den Kuhhörnern, ist natürlich gemeint als eine Aufbesserung der Düngung. Die Düngung bleibt selbstverständlich vorhanden, und wir werden heute davon zu sprechen haben, wie man sich dieser Düngung gegenüber zu verhalten hat, wenn man eben die Anschauung haben muss, dass das Lebendige auch innerhalb des Lebendigen gehalten werden muss.

[ 1 ] What was suggested yesterday regarding the improvement of our manure [through treatment] in cow horns is, of course, intended as an improvement to the fertilization process. Fertilization, of course, remains a fact, and today we will discuss how to approach this fertilization, given that we must hold to the view that the living must also be preserved within the living.

[ 2 ] Wir haben ja gesehen, wie das Ätherisch-Lebendige eigentlich niemals verlassen soll dasjenige, was in der Region, in der Sphäre des Wachstums ist. Daher haben wir einen so großen Wert daraufgelegt, zu erkennen, wie der Erdboden, aus dem die Pflanze herauswächst, der ihre Wurzeln umgibt, eine Art Fortsetzung des Wachstums in der Erde ist, das Pflanzlich-Lebendige in der Erde selber, also etwas Lebendiges ist. Und ich habe gestern sogar darauf hingewiesen, wie man schon sich den Übergang denken kann von einem aufgeworfenen Erdhügel mit seiner durch, sagen wir, Humuseinschluss entstandenen inneren Lebendigkeit und demjenigen, was dann als Rinde, ja selbst als Borke den Baum umgibt und nach außen abschließt. Es ist ja ganz natürlich gekommen, dass im Laufe der neueren Zeit, wo man alle Einsicht verloren hat, auch verlieren musste in die großen Naturzusammenhänge, dass da eben ganz verloren gegangen ist auch diese Einsicht, wie dieses dem Erd- und Pflanzenwachstum gemeinsame Leben sich dann hinein fortsetzt in die Absonderungsprodukte des Lebens, die uns im Dünger vorliegen, und wie die Kräfte dieses alles umfassenden Lebens wirken. Dahinein musste eben auch die Einsicht mehr und mehr verloren gehen.

[ 2 ] We have seen, after all, how the ethereal-living essence should never actually leave that which is in the realm, in the sphere of growth. That is why we have placed such great emphasis on recognizing how the soil from which the plant grows—the soil that surrounds its roots—is a kind of continuation of growth within the earth; the plant-life within the earth itself is, in other words, something living. And yesterday I even pointed out how one can already conceive of the transition from a mounded heap of earth—with its inner vitality arising from, let’s say, the inclusion of humus—to that which then surrounds the tree as bark, indeed even as the outer bark, and encloses it outwardly. It has come about quite naturally that in recent times, when people have lost—and indeed had to lose—all insight into the great interconnections of nature, this insight has also been completely lost: the understanding of how this life, common to both earth and plant growth, then continues into the byproducts of life that we find in fertilizer, and how the forces of this all-encompassing life work. This insight, too, was bound to be lost more and more.

[ 3 ] Nun soll Geisteswissenschaft wirklich, wie ich schon gestern in der Diskussion sagte, nicht so wirken, dass sie wie etwas turbulent Polterndes, Revolutionierendes eingreift aus einem gewissen Fanatismus heraus in dasjenige, was in den neueren Zeiten auf den verschiedensten Gebieten des Lebens hervorgebracht worden ist, sondern es soll sich darum handeln, voll anzuerkennen, was geleistet worden ist. Und nur diejenigen Dinge sollen, wenn man das so nennen kann, bekämpft werden, die eben auf ganz falschen Voraussetzungen beruhen und zusammenhängen mit der materialistischen Weltauffassung der Gegenwart; und das soll ergänzt werden, was eben gerade aus einer lebendigen Anschauung der Welt auf den verschiedensten Gebieten des Lebens erfließen kann. Ich will daher nicht darauf besonders Wert legen, darzustellen, wie man aus Stalldünger, aus Jauche heraus, aus Kompost heraus den Dünger zubereitet. In dieser Beziehung ist ja in Bezug auf die Verarbeitung von Dünger und Jauche das Mannigfaltigste geschehen. Und nach dieser Richtung kann ja vielleicht in der Diskussion heute Nachmittag manches gesagt werden. Ich will nur voraussetzen, dass allerdings die richtige Anschauung besteht, dass eigentlich Raubbau getrieben werden muss auf unseren Landwirtschaften. Dieser Raubbau muss einfach deshalb getrieben werden, weil wir mit alle demjenigen, was wir von der Landwirtschaft hinausschicken in die Welt, ja wirklich der Erde Kräfte wegnehmen, sogar der Luft Kräfte wegnehmen, die zu ersetzen sind, sodass ja in der Tat nach und nach der Düngergehalt, der in seinem Wert ja zusammenhängt mit demjenigen, was man braucht für die ärmer gewordene Erde, um sie in der richtigen Weise zu beleben, entsprechend behandelt werden muss. Nun sind da in der letzten Zeit eben gerade aus der materialistischen Weltanschauung heraus mannigfaltigste Fehlurteile aufgetreten.

[ 3 ] Now, as I already said yesterday in the discussion, spiritual science should not intervene—as something turbulent and revolutionary—out of a certain fanaticism in what has been brought forth in recent times in the most diverse areas of life; rather, it should be a matter of fully acknowledging what has been achieved. And only those things—if one can call them that—should be challenged that are based on entirely false premises and are connected to the materialistic worldview of the present; and this should be supplemented by what can flow precisely from a living view of the world in the most diverse areas of life. I therefore do not wish to place particular emphasis on describing how fertilizer is prepared from barnyard manure, liquid manure, or compost. In this regard, a wide variety of approaches have indeed been taken concerning the processing of manure and liquid manure. And perhaps some points along these lines can be raised in this afternoon’s discussion. I will simply assume that the correct view prevails: that our farms must, in fact, be over-exploited. This over-exploitation must take place simply because everything we send out into the world from agriculture we are indeed taking forces away from the earth—and even from the air—forces that must be replaced; so that, in fact, the fertilizer content—whose value is linked to what is needed to properly revitalize the now-impoverished soil—must be managed accordingly. Recently, however, a wide variety of erroneous judgments have arisen precisely out of a materialistic worldview.

[ 4 ] Erstens: Man studiert heute in sorgfältiger Weise, wie die Bakterien, die kleinsten Lebewesen, wirken; man schreibt ja diesen kleinen Lebewesen geradezu zu, dass sie den Dünger in der richtigen Substantiierung herstellen können. Man sieht geradezu auf dasjenige hin, was die Bakterien tun im Dünger, und rechnet mit ihnen. Man hat ja in dieser Beziehung wirklich geistreiche, außerordentlich logische, aber in den meisten Fällen wenig dauerhafte, wenig nutzbringende Impfversuche des Bodens gemacht. Alles eben aus der Anschauung heraus, die sich etwa parallelisieren lässt mit der: In einem Zimmer entdeckt man außerordentlich viele Fliegen, und meint, weil so viele Fliegen da sind, ist das Zimmer schmutzig. Das Zimmer ist gar nicht schmutzig, weil so viel Fliegen da sind, sondern die Fliegen sind da, weil das Zimmer schmutzig ist. Und man wird das Zimmer auch nicht reinlicher machen, wenn man auf allerlei Methoden sinnt, wie man die Fliegen vermehren kann, weil man meint, sie müssen dann den Schmutz eher auffressen, oder wie man sie vermindern kann und dergleichen. Man wird nicht sehr viel durch solche Methoden erreichen können, sondern man wird jedenfalls mehr erreichen, wenn man direkt auf die Schmutzbekämpfung losgeht.

[ 4 ] First: Today, people are carefully studying how bacteria—the smallest living organisms—function; in fact, they attribute to these tiny organisms the very ability to produce fertilizer with the proper composition. They are focusing specifically on what the bacteria do in the fertilizer and counting on them. In this regard, people have indeed conducted ingenious, extraordinarily logical—but in most cases short-lived and of little practical benefit—experiments involving soil inoculation. All of this stems from a line of reasoning that can be likened to the following: If you find an extraordinary number of flies in a room, you assume that because there are so many flies, the room must be dirty. The room isn’t dirty at all because there are so many flies; rather, the flies are there because the room is dirty. And you won’t make the room any cleaner by devising all sorts of methods to increase the number of flies—thinking that they’ll then be more likely to eat the dirt—or by trying to reduce their numbers and the like. You won’t achieve much with such methods, but you’ll certainly achieve more if you tackle the dirt directly.

[ 5 ] So handelt es sich darum, wenn tierische Ausscheidungsprodukte verwendet werden im Dünger, die kleinen Lebewesen zu betrachten als etwas, was durch die Vorgänge auftritt, die sich da oder dort in der Düngersubstanz bilden, was also für gewisse Zustände der Düngersubstanz ein außerordentlich nützliches Symptom sein kann, [was aber durchaus weder in seiner Pflanzung, noch in seiner Züchtung, noch in seiner Bekämpfung] eine große Bedeutung haben kann. Es handelt sich überall darum, innerhalb des der Landwirtschaft wichtigen Lebendigen im Großen zu bleiben und auf diese kleinen Wesen möglichst wenig eine atomistisch aussehende Betrachtungsweise anzuwenden.

[ 5 ] Thus, when animal excreta are used in fertilizer, it is a matter of viewing the tiny organisms as something that arises from the processes taking place here and there within the fertilizer substance—which can therefore be an extraordinarily useful indicator of certain conditions of the fertilizer substance, [but which certainly cannot be of great significance in planting, cultivation, or pest control]. The key is always to maintain a broad perspective on the living organisms that are important to agriculture and to apply as little of an atomistic approach as possible to these small creatures.

[ 6 ] Natürlich sollte man eine solche Behauptung gar nicht machen, wenn man nicht zu gleicher Zeit Mittel und Wege zeigte, wie man nun die Dinge machen soll. Gewiss, das, was ich nun bisher gesagt habe, wird von verschiedener Seite betont; aber es ist wichtig, dass man nicht nur das Richtige weiß. Denn mit diesem Richtigen kann man oftmals nichts anfangen, wenn man nicht Maßregeln hat, um, wenn das Richtige ein Negatives ist, das Positive dagegenzusetzen. Es handelt sich eben überall darum, dass man, wenn nicht positive Vorschläge gemacht werden können, die Betonung des Negativen eigentlich unterlassen soll, weil das nur verärgert.

[ 6 ] Of course, one shouldn’t make such a claim at all unless one also points out, at the same time, the ways and means of how things should be done. Certainly, what I have said so far is emphasized by various sources; but it is important not merely to know what is right. For often, one cannot do anything with what is right unless one has measures in place to counter it with the positive when the “right” thing is negative. The point is simply that, if positive suggestions cannot be made, one should actually refrain from emphasizing the negative, because that only causes annoyance.

[ 7 ] Ein Zweites ist, dass man wiederum, herausgefordert durch die materialistisch nuancierte Anschauung, in neuerer Zeit Wert daraufgelegt hat, den Dünger in allerlei Weise mit allerlei unorganischen Substanzverbindungen oder Elementen zu behandeln. Man hat sich durch die Erfahrung überzeugt, dass das auch keinen dauernden Wert hat. Man muss sich nämlich klar darüber sein, [— ich deutete das gestern schon an —] dass, wenn man mineralisierend den Dünger veredeln, verbessern will, dass man dadurch nur wirkt auf die Belebung des Flüssigen, des Wassers, während es notwendig ist, für einen gediegenen Pflanzenbau nicht nur das Wasser [durchzuorganisieren], zu beleben. Denn vom Wasser, das so durch die Erde sickert, geht keine weitere Belebung aus.

[ 7 ] A second point is that, once again—challenged by a materialistic perspective—people in recent times have placed emphasis on treating fertilizer in all sorts of ways with all sorts of inorganic compounds or elements. Experience has shown that this, too, has no lasting value. One must be clear about the fact—[as I already hinted at yesterday]—that if one seeks to refine or improve fertilizer through mineralization, one thereby acts only to vitalize the liquid, the water, whereas for sound plant cultivation it is necessary not only to [organize] the water but also to vitalize it. For the water that seeps through the soil in this way does not provide any further vitalization.

[ 8 ] Man muss die Erde direkt beleben, und das kann man nicht, wenn man mineralisierend vorgeht, das kann man nur, wenn man mit Organischem vorgeht, das man in eine entsprechende Lage bringt, sodass es organisierend, belebend auf das Feste, Erdige selber wirken kann. Alles das, diese Anregung gerade der Düngermasse oder der Jauchemasse zu geben — jeder Masse, die in dieser Weise verwendet wird, kann das gegeben werden, indem man innerhalb des Belebten bleibt —, das ist die Aufgabe der geisteswissenschaftlichen Anregung, die für die Landwirtschaft gegeben werden kann. Geisteswissenschaft will überall hineinschauen in die großen Wirkungen des Lebendigen und sieht ab, weil das nicht die größte Bedeutung hat, von dem Angucken des Kleinen und von Schlüssen, die vom Kleinen — das Mikroskop beachtet das —, vom Mikroskopischen aus gezogen werden. Die Beobachtung des Makrokosmischen, der weiten Kreise des Naturwirkens, das ist die Aufgabe der Geisteswissenschaft. Dazu ist es natürlich notwendig, dass man hineinschaut in diese Naturwirkungen.

[ 8 ] One must revitalize the soil directly, and this cannot be achieved through mineralization; it can only be done by using organic matter, which must be placed in the appropriate position so that it can have an organizing, revitalizing effect on the solid, earthy substance itself. All of this—giving this stimulation specifically to the manure or liquid manure—to any substance used in this way—can be achieved by remaining within the realm of the living—that is the task of spiritual-scientific stimulation that can be applied to agriculture. Spiritual science seeks to look into the great effects of the living everywhere and refrains—because it is not of the greatest significance—from observing the small and from drawing conclusions based on the small—which the microscope observes—from the microscopic. The observation of the macrocosmic—the broad circles of nature’s workings—is the task of spiritual science. To this end, it is of course necessary to look into these natural processes.

[ 9 ] Aber sehen Sie, es gibt einen Satz, den Sie heute in aller landwirtschaftlichen Literatur in der mannigfachsten Weise finden werdener geht ja hervor aus demjenigen, was man an Erfahrungen zu haben glaubt —, der lautet etwa in der folgenden Weise: Stickstoff, Phosphorsäure, Kalk, Kali, Chlor und so weiter, Eisen sogar, sie haben alle ihren großen Wert für den Boden, auf dem Pflanzenwachstum gedeihen soll. Aber Kieselsäure, Blei, Arsen, Quecksilber — sogar Natron führt man dabei an —, die haben für das eigentliche Gedeihen der Pflanzen höchstens einen Reizwert, wie man sagt. Man kann die Pflanzen damit anregen.

[ 9 ] But you see, there is a statement that you will find today in all agricultural literature in a wide variety of forms—it is, after all, based on what people believe to be their experience—which goes something like this: Nitrogen, phosphoric acid, lime, potash, chlorine, and so on—even iron—are all of great value to the soil in which plants are to thrive. But silicic acid, lead, arsenic, mercury—even sodium carbonate is cited in this context—have, at most, a stimulating effect on the actual growth of plants, as they say. They can be used to stimulate the plants.

[ 10 ] Indem man diesen Satz ausspricht, dokumentiert man, dass man eigentlich ganz im Finstern tappt, und es ist nur gut, dass man — gewiss aus alten Traditionen heraus — sich den Pflanzen gegenüber nicht so toll benimmt, wie man sich benehmen würde, wenn man diesen Satz auch befolgen würde. Man kann ihn nämlich auch nicht befolgen. Denn was liegt denn vor?

[ 10 ] By uttering this sentence, one admits that one is actually groping in the dark, and it’s just as well that—certainly out of old traditions—one doesn’t treat plants as badly as one would if one were to actually follow this sentence. After all, it’s impossible to follow it. For what is the situation here?

[ 11 ] Sehen Sie, in Wirklichkeit ist die Sache nur so, dass einen die große Natur nicht so gnadenlos verlässt, wenn man ihre Kieselsäure, ihr Blei, ihr Quecksilber, ihr Arsen nicht berücksichtigt, wie sie einen verlässt, wenn man Kali oder Kalk oder Phosphorsäure nicht berücksichtigt in ordentlicher Weise. Denn Kieselsäure, Blei, Quecksilber, Arsen gibt der Himmel, und der gibt sie freiwillig her [wie den] Regen. Um in der richtigen Weise Phosphorsäure, Kali, Kalk in der Erde zu haben, muss man die Erde bearbeiten, muss man in der richtigen Weise düngen. Das gibt der Himmel nicht freiwillig her. Aber dennoch, man kann allerdings durch fortgesetztes Wirtschaften die Erde verarmen. Man verarmt sie ja fortwährend. Deshalb muss man sie düngen. Und es kann nach und nach, wie es bei vielen Wirtschaften der Fall ist, die Ausgleichung durch den Dünger zu schwach sein. Dann treibt man Raubbau. Dann lässt man die Erde dauernd verarmen.

[ 11 ] You see, the truth of the matter is simply this: Mother Nature does not abandon you quite so mercilessly if you fail to take her silicic acid, her lead, her mercury, and her arsenic into account, as she does when you fail to properly account for potash, lime, or phosphoric acid. For silica, lead, mercury, and arsenic are given by heaven, and heaven bestows them freely [like] rain. In order to have phosphoric acid, potash, and lime in the soil in the right way, one must work the soil; one must fertilize it properly. Heaven does not bestow these freely. Nevertheless, one can certainly deplete the soil through continuous farming. One is, after all, constantly depleting it. That is why one must fertilize it. And, as is the case with many farms, the compensation provided by the fertilizer may gradually become too weak. Then one is overexploiting the land. Then one allows the soil to become permanently depleted.

[ 12 ] Man muss dafür sorgen, dass der eigentliche Naturprozess sich ganz richtig vollziehen kann. Was man die Reizwirkungen nennt, sind nämlich die allerwichtigsten Wirkungen. Es sind vorhanden, in feinster Dosierung um die ganze Erde herum wirkend, gerade die Stoffe, die man für unnötig hält; und die Pflanzen brauchen sie so notwendig wie das, was ihnen von der Erde zukommt. Nur saugen sie sie aus dem Weltenkreis auf: Quecksilber, Arsen, Kieselsäure, sie saugen sie aus dem Erdboden auf, nachdem die Stoffe selber in den Erdboden hineingestrahlt worden sind.

[ 12 ] We must ensure that the natural process itself can unfold properly. What are referred to as “stimulating effects” are, in fact, the most important effects. It is precisely those substances that are considered unnecessary—present in the finest doses and acting all around the Earth—that plants need just as much as what they receive from the soil. They simply absorb them from the cosmic cycle: mercury, arsenic, silicic acid—they absorb them from the soil after these substances themselves have been radiated into the soil.

[ 13 ] Wir Menschen können durchaus das machen, dass wir eben ganz den Erdboden verhindern würden, in der richtigen Weise hineinzustrahlen aus dem Weltenumkreis dasjenige, was die Pflanzen brauchen. Wir könnten allmählich, indem wir planlos fortdüngen, die Erde verhindern, aufzusaugen dasjenige, was an Kieselsäure, Blei, Quecksilber, [Arsen] wirksam ist, in feinster homöopathischer Dosierung, was, wenn ich so sagen darf, aus dem Weltenumkreis herankommt und in das Pflanzenwachstum aufgenommen werden muss, damit die Pflanze, die eigentlich ihren Leib in der Gestaltung des Kohlenstoffes mithilfe desjenigen aufbaut, was in feinster Dosierung herankommt aus dem Weltenkreis, immer durch die Erde wirklich das hat, was sie braucht.

[ 13 ] We humans are quite capable of preventing the soil from properly absorbing, from the cosmos, the very elements that plants need. By continuing to fertilize haphazardly, we could gradually prevent the soil from absorbing the silica, lead, mercury, [arsenic]—in the finest homeopathic dosages—which, if I may say so, comes from the cosmos and must be absorbed into plant growth, so that the plant, which actually builds its body through the formation of carbon with the help of what comes in the finest dosages from the cosmos, always truly has what it needs through the soil.

[ 14 ] Deshalb müssen wir nicht allein so, wie ich es gestern gesagt habe, sondern auch noch mit Weiterem unseren Dünger ordentlich bearbeiten. Und da kommt es nicht darauf an, dass wir ihm bloß Substanzen zusetzen, von denen wir glauben, dass er sie haben muss, damit er sie in die Pflanzen befördert, sondern es kommt darauf an, dass wir ihm lebendige Kräfte zusetzen. Denn für die Pflanze sind viel wichtiger lebendige Kräfte als bloß die substanziellen Kräfte, als bloß die Substanzen. Wenn wir nach und nach einen Boden haben würden, der noch so reich an dieser oder jener Substanz ist, er würde dem Pflanzenwachstum doch nichts nützen, wenn wir der Pflanze nicht durch die Düngung die Fähigkeit beibringen würden, dasjenige, was der Boden enthält an Wirkungen, auch in den eigenen Leib aufzunehmen. Darum handelt es sich ja.

[ 14 ] That is why we must not only prepare our fertilizer properly as I explained yesterday, but also take additional steps. And it is not enough simply to add substances to the soil that we believe it needs in order to transport them to the plants; rather, it is essential that we infuse it with living forces. For the plant, living forces are far more important than mere material forces—than mere substances. Even if we were to gradually develop soil that is rich in this or that substance, it would be of no use to plant growth unless, through fertilization, we taught the plant the ability to absorb into its own body the effects contained in the soil. That is what this is all about.

[ 15 ] Nun weiß man eben heute gar nicht, wie geringe Mengen dann gerade, wenn es auf das Lebendige ankommt, außerordentlich stark wirken. Ich denke aber, seit den Untersuchungen von Frau Doktor Kolisko über die Wirkungen kleinster Entitäten, die in so glänzender Weise alles dasjenige, was bisher Tappen und Tasten in der Homöopathie war, auf eine so gründliche wissenschaftliche Basis gestellt haben, ich denke, seit der Zeit kann man es durchaus als wissenschaftlich ansehen, dass in kleinen Entitäten, in kleinen Mengen gerade die strahlenden Kräfte, die gebraucht werden in der organischen Welt, dadurch entbunden werden, dass man kleinste Mengen in entsprechender Weise verwendet.

[ 15 ] Today, we simply do not know how even minute quantities can have an extraordinarily powerful effect, especially when it comes to living organisms. However, I believe that since Dr. Kolisko’s research on the effects of the smallest entities—which has so brilliantly placed everything that was previously mere trial and error in homeopathy on such a thorough scientific foundation— I believe that, since that time, it can certainly be regarded as a scientific fact that in minute entities—in small quantities—the very radiant forces required in the organic world are released through the appropriate use of the tiniest amounts.

[ 16 ] Nun, beim Düngen wird es uns gar nicht schwer, kleinste Mengen so anzuwenden. Und wir haben gesehen, wie, wenn wir das fix und fertig zubereiten entweder vor oder nach der Düngung durch das, was wir in den Kuhhörnern zubereitet haben, wie wir dadurch dem Dünger Wirkungen zusetzen, dasjenige zusetzen, was an Kräften beigesetzt werden muss, damit wir dem Dünger, der abgesondert von dieser homöopathischen Düngung verwendet wird, in der richtigen Weise an seine Stelle gebracht wird, in seiner Wirkung zu Hilfe kommen. Aber in der mannigfaltigsten Art und Weise muss einmal versucht werden, dem Dünger wirklich die rechte Lebendigkeit zu geben, die Konsistenz zu geben, dass er von selber so viel Stickstoff, so viel von den anderen Stoffen behält, als er braucht, ihm die Tendenz zu geben zur Lebendigkeit, die ihn dann wieder befähigt, der Erde die entsprechende Lebendigkeit zuzuführen. Und da möchte ich heute mehr richtunggebend einiges anführen, was gerade nach jener Richtung hingeht, dem Dünger selbst in kleinen Dosen dasjenige zuzusetzen, neben dem, was wir aus den Kuhhörnern zusetzen, was ihn so verlebendigt, dass er seine Lebendigkeit wiederum dem Erdboden, aus dem das Pflanzenwachstum heraus sprosst, übertragen kann.

[ 16 ] Well, when it comes to fertilizing, it’s not at all difficult for us to apply even the smallest amounts. And we’ve seen how, when we prepare it ready to use—either before or after fertilizing—using what we have prepared in the cow horns, we thereby enhance the fertilizer’s effects, adding what forces are needed so that the fertilizer—when used separately from this homeopathic fertilization—is properly applied and its effects are supported. But in the most varied ways, we must first try to truly give the fertilizer the right vitality, the right consistency, so that it retains on its own as much nitrogen and as much of the other substances as it needs, and give it the tendency toward vitality that then enables it to impart the corresponding vitality to the soil. And today I would like to offer some guidance in this direction—specifically, to add to the fertilizer itself, in small doses, alongside what we add from the cow horns, something that enlivens it so that it can in turn transfer its vitality to the soil from which plant growth springs forth.

[ 17 ] Ich werde verschiedene Dinge dabei nennen, betone aber ausdrücklich, dass, falls das unter Umständen in der einen oder anderen Gegend schwer zu beschaffen sein sollte, eben doch durch manches andere ersetzt werden kann. Nur in einem einzigen Fall wird sich ein Ersatz nicht finden lassen, weil da dasjenige so charakteristisch ist, dass es sich kaum in einer anderen Pflanzenart in derselben Weise finden wird.

[ 17 ] I will mention various items here, but I want to emphasize that if any of them happen to be difficult to obtain in one region or another, they can still be replaced with many other alternatives. There is only one case in which a substitute cannot be found, because that particular plant is so distinctive that it is unlikely to be found in the same way in any other plant species.

[ 18 ] Man hat zunächst ja nach dem, was ich angeführt habe, darauf zu sehen, dass dasjenige, was im Organischen vor allen Dingen aus der Welt heraus in Betracht kommt, Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Schwefel, dass das in der richtigen Weise mit anderen Substanzen im Organischen zusammenkommt, also, sagen wir, gerade mit Kalisalzen zusammenkommt. Wenn wir bloß auf die Menge der Kalisalze sehen, die die Pflanze braucht zum Wachstum — gewiss, man weiß darüber einiges, man weiß, dass die Kalisalze oder das Kali überhaupt das Pflanzenwachstum mehr in diejenigen Gebiete des Pflanzenorganismus hineinbringen, die dann in zahlreichen Fällen Gerüst werden, die das Feste, Stämmige bewirken, dass zurückgehalten wird das Wachstum in dem Stämmigen durch den Kaligehalt. Aber es handelt sich darum, diesen Kaligehalt so zu verarbeiten innerhalb desjenigen, was zwischen Erde und Pflanze geschieht, dass er in der richtigen Weise sich verhält im organischen Prozess gegenüber dem, was nun den eigentlichen Leib, das Eiweißartige der Pflanze ausmacht. Und da erreicht man etwas, wenn man Folgendes macht.

[ 18 ] First of all, based on what I have stated, we must ensure that the elements that are most important in the organic world—carbon, oxygen, nitrogen, hydrogen, and sulfur—are combined in the proper way with other substances in the organic realm, that is, specifically with potassium salts. If we look solely at the amount of potassium salts the plant needs for growth—certainly, we know a fair amount about this; we know that potassium salts, or potassium in general, direct plant growth more toward those areas of the plant organism that in many cases become the framework, giving rise to the firm, sturdy structure, and that growth in the sturdy parts is held back by the potassium content. But the point is to process this potassium content within the processes occurring between the soil and the plant in such a way that it interacts appropriately in the organic process with what constitutes the plant’s actual body—its proteinaceous substance. And one achieves something in this regard by doing the following:

[ 19 ] Man nimmt Schafgarbe, eine Pflanze, die man ja meistens haben kann. Wenn man sie nicht in irgendeiner Gegend haben sollte, dann kann man durchaus sie auch als Droge in derselben Weise verwenden. Diese Schafgarbe ist — eigentlich ist es ja jede Pflanze — ein Wunderwerk, aber wenn man wieder eine andere Blume anschaut, dann kommt einem das ganz besonders zu Herzen, was für ein Wunderwerk diese Schafgarbe ist; sie ist ein ganz besonderes Wunderwerk. Sie hat in sich dasjenige, wovon ich Ihnen gesagt habe, dass sich der Geist immer damit die Finger benetzt, wenn er die verschiedenen Dinge, Kohlenstoff, Suckstoff und so weiter, an seine entsprechenden organischen Orte befördern will. Diese Schafgarbe stellt sich in der Natur so dar, als wenn irgendwelcher Pflanzenschöpfer bei dieser Schafgarbe ein Modell gehabt hätte, um den Schwefel in der richtigen Weise zu den anderen Pflanzensubstanzen in ein richtiges Verhältnis zu bringen. Man möchte sagen: Bei keiner anderen Pflanze bringen es die Naturgeister zu einer solchen Vollendung, den Schwefel zu verwenden, wie bei der Schafgarbe. Und wenn man bekannt ist mit der Wirkung der Schafgarbe im tierischen und im menschlichen Organismus, wenn man weiß, wie da diese Schafgarbe wirklich alles das, wenn es in der richtigen Weise ins Biologische gebracht wird, was an einer Schwäche des astralischen Leibes liegt, ausbessern kann, so kann man sie weiterhin verfolgen in ihrer Schafgarbenhaftigkeit in dem ganzen Naturprozess des Pflanzenwachstums. Sie ist schon außerordentlich wohltätig, wenn sie in einer Gegend wild wächst an den Rändern der Äcker oder Wege, wo Getreidebau oder auch Kartoffel- oder irgendein anderer Bau getrieben wird. Man sollte die Schafgarbe durchaus nicht ausrotten. Man sollte die Schafgarbe behüten davor selbstverständlich, sich irgendwo anzusiedeln, wo sie lästig ist — schädlich ist sie eigentlich nirgends, lästig kann sie werden —, aber wie manche sympathische Menschen in der Gesellschaft durch ihre bloße Anwesenheit wirken nicht durch das, was sie sprechen, so wirkt die Schafgarbe in einer Gegend, wo sie viel wächst, schon durch ihre Anwesenheit außerordentlich günstig.

[ 19 ] You take yarrow, a plant that’s usually easy to come by. If it isn’t available in a particular area, you can certainly use it as a remedy in the same way. This yarrow—actually, every plant is—is a marvel, but when you look at another flower, it really strikes you just how much of a marvel this yarrow is; it is a very special marvel. It contains within it that which I’ve told you about—the very substance with which the spirit always wets its fingers when it wants to transport the various elements—carbon, oxygen, and so on—to their respective organic locations. In nature, this yarrow appears as if some kind of plant creator had used it as a model to bring sulfur into the correct proportion with the other plant substances. One might say: In no other plant do the nature spirits achieve such perfection in the use of sulfur as they do in the yarrow. And when one is familiar with the effect of yarrow on the animal and human organism—when one knows how this yarrow, when properly introduced into the biological system, can truly remedy everything stemming from a weakness of the astral body—one can continue to observe its characteristic nature throughout the entire natural process of plant growth. It is already extraordinarily beneficial when it grows wild in an area along the edges of fields or paths where grain, potatoes, or any other crops are cultivated. One should by no means eradicate yarrow. Of course, one should prevent yarrow from establishing itself in places where it is a nuisance—it is not actually harmful anywhere, but it can become a nuisance— but just as some likable people in society have a positive effect simply through their presence—not through what they say—so too does yarrow, in an area where it grows abundantly, have an extraordinarily beneficial effect simply through its presence.

[ 20 ] Nun kann man gerade mit der Schafgarbe Folgendes machen: Man nimmt genau dasselbe, was man bei der Schafgarbe auch medizinisch verwendet, die Blütenstände oben, diese schirmartigen Blütenstände. Man kann sie, wenn man die Schafgarbe frisch hat, möglichst auch frisch abpflücken und dann nur kurz trocknen lassen. Man braucht sie eigentlich gar nicht einmal viel trocknen zu lassen. Kann man die Schafgarbe nicht frisch haben, kann man sie nur als Droge haben, dann versuche man, bevor man sie verwendet, aus den Blättern der Schafgarbe auszupressen den Saft, den man selbst noch aus den dürren Blättern durch Abkochen gewinnen kann, und begieße ein wenig den Blütenstand mit diesem Saft. Dann nehme man — sehen Sie, wie hier überall im Lebendigen geblieben wird —, nachdem man eine oder zwei hohle Handvoll von einer solchen Schafgarbe etwas stark zusammendrückt, eine Blase von einem Edelwild und versuche zu umschließen diese Schafgarbensubstanz mit dieser Blase vom Edelwild, binde sie wieder zu und hat nun eine ziemlich konsistente Schafgarbenmasse in der Blase vom Edelwild. Diese Schafgarbenmasse hänge man jetzt an einem möglichst von der Sonne beschienenen Ort während des Sommers auf. Wenn dann der Herbst kommt, dann nehme man sie herunter, lege sie nicht sehr tief in die Erde während des Winters. Man hat also ein Jahr hindurch die in der Edelwildblase eingeschlossene Schafgarbenblüte — es kann auch schon die Frucht veranlagt sein — zum Teil über der Erde, zum Teil unter der Erde, den Wirkungen ausgesetzt, denen sie ausgesetzt werden kann. Man wird finden, dass sie während des Winters eine sehr eigentümliche Konsistenz annimmt,

[ 20 ] Now, here’s what you can do specifically with yarrow: You use exactly the same part that’s used medicinally—the flower heads at the top, those umbrella-like inflorescences. If you have fresh yarrow, it’s best to pick them while they’re still fresh and then let them dry only briefly. You don’t actually need to let them dry very much at all. If you cannot obtain fresh yarrow—and can only use it as a dried herb—then, before using it, try to squeeze the juice from the yarrow leaves—juice that you can still extract from the dry leaves by decoction—and sprinkle a little of this juice over the inflorescence. Then—see how everything here remains alive—after squeezing one or two handfuls of this yarrow rather firmly, take a bladder from a game animal and try to enclose this yarrow substance within the game animal’s bladder; tie it closed again, and you now have a fairly consistent mass of yarrow inside the game animal’s bladder. Now hang this yarrow mass in a spot that gets as much sunlight as possible during the summer. When autumn comes, take it down and bury it not too deeply in the ground for the winter. Thus, for the course of a year, the yarrow blossoms enclosed in the game animal’s bladder—which may already contain the fruit—are exposed, partly above ground and partly below ground, to the influences to which they can be subjected. You will find that during the winter it takes on a very peculiar consistency,

[ 21 ] Wenn man dann — nun, jetzt kann man sie ja in dieser Art aufheben, solange man will — einem Misthaufen, der so groß sein kann wie ein Haus, zusetzt diese Substanz, die man aus der Blase herausgenommen hat, und sie darin verteilt — man braucht gar nicht einmal viel Arbeit aufzuwenden —, wenn man sie einfach verteilt, wirkt die Strahlung. Es ist eine solch außerordentlich strahlende Kraft darin—und an strahlende Kräfte wird der Materialist ja glauben, da er vom Radium spricht —, wenn man es nur überhaupt hereinbringt, wenn man es auch [nicht] so weit verteilt, es wirkt auf die Dung- und Jauchemasse und auf die Kompostmasse.

[ 21 ] If one then—well, one can set it aside like this for as long as one likes—adds this substance, which has been extracted from the bladder, to a manure pile as large as a house and distributes it throughout—it doesn’t even require much effort—simply spreading it causes the radiation to take effect. There is such an extraordinarily radiant force in it—and the materialist will certainly believe in radiant forces, since he speaks of radium—that even if you merely introduce it, even if you do [not] spread it very far, it acts upon the manure and slurry and upon the compost.

[ 22 ] Es wirkt diese Masse, die aus der Schafgarbe gewonnen ist, tatsächlich so belebend, erfrischend, wenn man nun diesen so bearbeiteten Dünger weiter einfach in der Art, wie man heute Dünger verarbeitet, verwendet, dass man dann viel von dem, was sonst Raubbau wird, ausbessert. Man gibt dem Dünger die Möglichkeit zurück, die Erde so zu beleben, dass die weiteren kosmischen Stoffmengen, das, was in feinster homöopathischer Dosierung als Kieselsäure, Blei und so weiter herankommt auf die Erde, aufgefangen werden. Nun, darüber müssten wiederum die Mitglieder des landwirtschaftlichen Ringes ihre Versuche machen; sie werden schon sehen, dass es gelingen wird.

[ 22 ] This substance, derived from yarrow, is indeed so invigorating and refreshing that, if one continues to use this prepared fertilizer in the same way that fertilizers are used today, it helps to restore much of what would otherwise be depleted through overexploitation. It restores the fertilizer’s ability to revitalize the soil in such a way that the additional cosmic substances—those that reach the earth in the finest homeopathic dosages as silicic acid, lead, and so on—are absorbed. Well, the members of the Agricultural Ring would have to conduct their own experiments on this; they will see that it will succeed.

[ 23 ] Sehen Sie, die Frage ist diese jetzt — denn man soll ja mit Einsicht und nicht mit Uneinsieht arbeiten: Die Schafgarbe haben wir kennengelernt, ihr sehr homöopathischer Schwefelgehalt, der da wirklich in musterhafter Weise mit Kalium in Verbindung ist, wirkt so großartig von der Schafgarbe aus selber, und das bewirkt, dass die Schafgarbe fähig ist, auch ihre Wirkungen weiter über größere Massen auszustrahlen. Aber warum gerade in der Blase von einem Edelwild?

[ 23 ] You see, the question now is this—because one should work with insight and not with obstinacy: We have become acquainted with yarrow; its very homeopathic sulfur content, which is truly combined with potassium in an exemplary manner, has such a magnificent effect originating from the yarrow itself, and this enables yarrow to radiate its effects even further over larger masses. But why specifically in the bladder of a game animal?

[ 24 ] Das hängt zusammen mit einer Einsicht in den ganzen Prozess, der eben im Zusammenhang mit der Blase vor sich geht. Edelwild ist ein tierisches Geschöpf, das in einem ganz besonders intimen Zusammenhange steht mit nicht so sehr der Erde, als mit der Umgebung der Erde, mit dem, was in der Umgebung der Erde kosmisch ist; daher Edelwild das Geweih hat, das die gestern auseinandergesetzte Aufgabe hat. Nun wird aber gerade dasjenige, was in der Schafgarbe ist, im menschlichen und tierischen Organismus ganz besonders konserviert durch den zwischen der Niere und der Blase sich abspielenden Prozess, und dieser Prozess ist wiederum von der substanziellen Beschaffenheit der Blase abhängig. Dadurch hat man in der Blase des Edelwildes wiederum, wenn sie noch so dünn ist in ihrer Substanz, doch die Kräfte, die nicht etwa wie beim Rind — die sind wieder ganz anders — mit dem Innern zusammenhängen, sondern mit den Kräften des Kosmos, die Edelwildblase ist fast ein Abbild des Kosmos. Dann geben wir der Schafgarbe die Möglichkeit, die Kräfte, die sie schon hat zur Verbindung des Schwefels mit den anderen Substanzen, wesentlich zu erhöhen. Wir haben daher in dieser Bearbeitung der Schafgarbe, die ich angegeben habe, etwas ganz Fundamenuales zur Aufbesserung des Düngers und bleiben innerhalb des Lebendigen, gehen nicht heraus aus dem Lebendigen, gehen nicht in die unorganische Chemie hinein. Das ist das Wichtige.

[ 24 ] This is connected to an understanding of the entire process that takes place in relation to the bladder. Noble game is an animal that stands in a particularly intimate relationship not so much with the Earth as with the Earth’s surroundings—with that which is cosmic in the Earth’s surroundings; which is why game animals have antlers that serve the purpose we discussed yesterday. Now, however, it is precisely what is contained in yarrow that is preserved in a very special way in the human and animal organism through the process taking place between the kidney and the bladder, and this process, in turn, depends on the substantial nature of the bladder. Consequently, even though the bladder of the deer is very thin in substance, it nevertheless contains forces that are not connected to the internal organs—as is the case with cattle, where the forces are entirely different—but rather to the forces of the cosmos; the deer’s bladder is almost a reflection of the cosmos. Then we give yarrow the opportunity to significantly increase the forces it already possesses for combining sulfur with the other substances. Therefore, in this preparation of yarrow that I have described, we have something quite fundamental for improving the fertilizer, and we remain within the realm of the living; we do not step outside of it, nor do we venture into inorganic chemistry. That is what is important.

[ 25 ] Nehmen wir ein anderes Beispiel. Es handelt sich darum, wenn wir dem Dünger die Möglichkeit geben wollen, so viel Leben in sich aufzunehmen, dass er dieses Leben auf die Erde übertragen kann, aus der die Pflanze herauswächst, den Dünger auch fähig zu machen, noch mehr zusammenzubinden diejenigen Stoffe, die für das Pflanzenwachstum nötig sind, außer dem Kali auch noch das Kalzium, Kalkverbindungen. In der Schafgarbe haben wir es vorzugsweise mit den Kaliwirkungen zu tun. Wollen wir auch noch die Kalziumwirkungen einfangen, so brauchen wir wiederum eine Pflanze, die zwar nicht einen in Begeisterung versetzt wie Schafgarbe, die aber doch auch, in einer homöopathischen Dosis verteilt, Schwefel enthält, um vom Schwefel aus die übrigen der Pflanze notwendigen Stoffe heranzuziehen und in einen organischen Prozess hineinzuziehen. Das ist die Kamille, Chamomilla officinalis.

[ 25 ] Let’s take another example. The point is that if we want to give the fertilizer the ability to absorb enough life so that it can transfer this life to the earth from which the plant grows, we must also enable the fertilizer to bind together even more of the substances necessary for plant growth—not only potash but also calcium and calcium compounds. With yarrow, we are primarily dealing with the effects of potassium. If we also want to capture the effects of calcium, we need another plant—one that, while not as inspiring as yarrow, nevertheless contains sulfur when administered in a homeopathic dose—to draw in the other substances necessary for the plant from the sulfur and incorporate them into an organic process. That plant is chamomile, Chamomilla officinalis.

[ 26 ] Man darf nicht etwa bloß sagen, die Kamille zeichne sich dadurch aus, dass sie Kali und Kalzium stark hat, sondern es ist so: Die Schafgarbe entwickelt vorzugsweise im Kalibildungsprozess ihre Schwefelkraft. Daher hat sie den Schwefel genau in der Menge, die notwendig ist, um Kali zu verarbeiten. Die Kamille aber verarbeitet das Kalzium dazu und damit dasjenige, was im Wesentlichen dazu beitragen kann, jene schädlichen Fruktifizierungswirkungen von der Pflanze auszuschließen, die Pflanze gesund zu erhalten. Nun ist es wunderbar, auch die Kamille hat etwas Schwefel in sich, aber in anderer Quantität, weil sie Kalzium mit verarbeiten muss. Nun muss man wiederum studieren. Sehen Sie, es geht dasjenige, was von der Geisteswissenschaft ausgeht, immer auf die großen Kreise, wie man sagt, auf die makrokosmischen, nicht auf die mikrokosmischen Verhältnisse.

[ 26 ] One must not simply say that chamomile is characterized by its high levels of potassium and calcium; rather, the situation is this: Yarrow primarily develops its sulfuric power during the potassium-forming process. Therefore, it contains sulfur in exactly the amount necessary to process potassium. Chamomile, however, processes calcium in addition to this—and thus that which can essentially help to eliminate those harmful effects of fruiting from the plant and keep the plant healthy. Now, it is remarkable that chamomile also contains some sulfur, but in a different quantity, because it must process calcium as well. Now, one must study this further. You see, what emanates from spiritual science always pertains to the larger spheres—as they say—the macrocosmic, rather than the microcosmic, relationships.

[ 27 ] Man muss nun verfolgen den Prozess, den durchmacht etwa genossene Kamille im menschlichen und tierischen Organismus. Für alles das, was die genossene Kamille durchmacht im menschlichen ‚oder tierischen Organismus, ist die Blase ziemlich ohne Bedeutung, dagegen von größerer Bedeutung die Substanz der Darmwände, wichtig die Substanz der Darmwände. Daher muss man, wenn man mit der Kamille in dieser Weise wirken will wie mit der Schafgarbe, nun wiederum die Kamille in ihren schönen feinen weißgelben Köpfchen abpflücken, diese Köpfchen ebenso behandeln wie die Schafgarbenschirmchen, aber nicht in eine Blase hineintun, sondern in Därme des Rindviehs.

[ 27 ] One must now trace the process that ingested chamomile undergoes in the human and animal organism. For everything that ingested chamomile undergoes in the human or animal organism, the bladder is of little significance; on the other hand, the substance of the intestinal walls is of greater importance—the substance of the intestinal walls is important. Therefore, if one wishes to use chamomile in the same way as yarrow, one must pick the chamomile in its beautiful, delicate white-yellow flower heads, treat these flower heads in the same way as the yarrow umbels, but place them not in a bladder, but in bovine intestines.

[ 28 ] Wiederum, sehen Sie, können Sie da eine wunderschöne Sache machen, man braucht nicht viel, es ist aber eine wunderschöne Sache. Statt alles, was man nach dieser Richtung hat, in der Weise zu verwenden, wie es heute verwendet wird, statt Würste zu machen, mache man Würste aus Därmen des Rindviehs, in denen man als Füllung hat, was in dieser Weise aus der Kamille zubereitet wird. Und damit hat man wiederum etwas gegeben, was nur in der richtigen Weise — Sie sehen, auch da bleibt man immer innerhalb des Lebendigen ausgesetzt zu werden braucht der Naturwirkung. Nur muss man jetzt, weil es sich darum handelt, möglichst dem Erdigen verwandtes Lebendiges da wirken zu lassen, eben diese kostbaren — sie sind wirklich kostbar — Würstchen wiederum den ganzen Winter hindurch in einer nicht zu großen Tiefe einer möglichst humusreichen Erde aussetzen und sich auch solche Stellen aussuchen für die Erde, wo der Schnee liegen bleibt längere Zeit, und den liegen gebliebenen Schnee gut die Sonne bescheint, sodass möglichst die kosmisch-astralischen Wirkungen da hineinwirken, wo Sie diese kostbaren Würstchen untergebracht haben.

[ 28 ] Again, you see, you can make something wonderful there; you don’t need much, but it’s a wonderful thing. Instead of using everything we have in this area the way it’s used today—instead of making sausages—we could make sausages from beef casings, filled with a mixture prepared in this way from chamomile. And in doing so, we’ve once again created something that, only when prepared correctly—you see, even here we must always remain within the living realm and be open to the effects of nature. But now, since the aim is to allow living forces as closely related to the earth as possible to work there, one must take these precious—they really are precious —sausages exposed throughout the entire winter at a shallow depth in soil as rich in humus as possible, and also choose spots for the soil where the snow remains for a long time, and where the sun shines well on the lingering snow, so that the cosmic-astral influences can act as much as possible in the places where you have placed these precious sausages.

[ 29 ] Dann nimmt man sie im Frühling heraus und hebt sie wieder in derselben Weise auf und setzt sie wieder in derselben Weise wie das von der Schafgarbe dem Dünger zu, und man wird sehen, dass man damit einen Dünger bekommt, der erstens wiederum stickstoffbeständiger ist als anderer Dünger, der aber außerdem die Eigentümlichkeit hat, die Erde so zu beleben, dass sie in außerordentlich anregender Weise auf das Pflanzenwachstum wirken kann. Und man wird vor allen Dingen gesündere Pflanzen, wirklich gesündere Pflanzen erzeugen, wenn man so düngt, als wenn man solches Düngen unterlässt.

[ 29 ] Then, in the spring, you remove them, store them in the same way, and add them to the manure in the same way as the yarrow, and you will see that this produces a fertilizer that, first of all, is more nitrogen-stable than other fertilizers, but which also has the unique property of revitalizing the soil in such a way that it can have an extraordinarily stimulating effect on plant growth. And above all, one will produce healthier plants—truly healthier plants—when fertilizing in this way than when one refrains from such fertilization.

[ 30 ] Nicht wahr, all das erscheint heute wie verrückt — das weiß ich schon —, aber denken Sie doch nur einmal, was alles den Leuten bis heute in der Welt für verrückt erschienen ist, und was nach ein paar Jahren eingeführt wird. Sie hätten nur die schweizerischen Zeitungen lesen sollen, als einer davon sprach, dass man Bergbahnen bauen solle, was dem alles an den Kopf geworfen worden ist. Aber in kurzer Zeit waren die Bergbahnen da, und heute denken die Leute nicht daran, dass der ein Narr war, der sie ausdachte. Bei den Dingen handelt es sich also darum, die Vorurteile zu beseitigen. Wie gesagt, sollten irgendwie diese beiden Pflanzen in einer schwierigen Art da oder dort zu beschaffen sein, so könnte man sie durch etwas anderes ersetzen; das würde aber nicht so gut sein, man kann aber auch die Pflanze durchaus als Droge verwenden.

[ 30 ] Isn’t it true that all of this seems crazy today—I know that—but just think for a moment about all the things that have seemed crazy to people around the world up until now, and yet were introduced just a few years later. You should have read the Swiss newspapers when someone suggested building mountain railroads—just look at all the criticism that was heaped on him. But before long, the mountain railroads were there, and today people don’t even think of the person who came up with the idea as a fool. So, when it comes to these matters, the key is to dispel prejudices. As I said, if for some reason these two plants were difficult to obtain here or there, one could replace them with something else; that wouldn’t be as good, though, but the plant can certainly be used as a medicine.

[ 31 ] Dagegen schwer zu ersetzen für eine gute Wirkung auf unsere Düngermasse ist eine Pflanze, die man oftmals nicht gernhat, in dem Sinne nicht gernhat, dass man manches, was man gernhat, gerne streichelt. Diese Pflanze streichelt man nicht gern: [Urtica dioica], die Brennnessel. Die ist tatsächlich die größte Wohltäterin des Pflanzenwachstums, und sie kann man kaum durch irgendeine andere Pflanze ersetzen. Man muss sie schon, wenn man sie irgendwo nicht sollte haben können, durch die Droge ersetzen. Aber die Brennnessel ist wirklich ein Allerweltskerl, die kann ungeheuer viel. Auch die Brennnessel trägt in sich dasjenige, was das Geistige überallhin einordnet und verarbeitet, den Schwefel, der ja die Bedeutung hat, die ich auseinandergesetzt habe. Aber außerdem, dass die Brennnessel Kali und Kalzium in ihren Strahlungen und Strömungen fortführt, außerdem hat die Brennnessel noch eine Art Eisenstrahlungen, die fast so günstig sind dem Laufe der Natur wie unsere eigenen Eisenstrahlungen im Blute. Die Brennnessel verdient es eigentlich durch ihre Güte gar nicht, dass sie da draußen oftmals so verachtet in der Natur wächst. Sie müsste eigentlich den Menschen ums Herz herum wachsen, denn sie ist wirklich in der Natur draußen in ihrer großartigen Innenwirkung, ihrer inneren Organisation eigentlich ähnlich demjenigen, was das Herz im menschlichen Organismus ist. Nun handelt es sich darum, dass man erstens schon in der Brennnessel eine große Wohltat hat, und da — verzeihen Sie, Herr Graf, wenn ich in diesem Augenblick zu lokalistisch werde — würde man schon sagen, dass zur Enteisenung eines Bodens, wenn es notwendig sein sollte, gerade beiträgt das Anpflanzen von Brennnesseln an unschuldigen Orten, die in einer besonderen Art die oberste Schicht des Bodens wiederum von der Eisenwirkung befreien, weil sie sie so gern haben und sie an sich ziehen. Wenn auch nicht das Eisen als solches, aber doch die Wirkung des Eisens auf das Pflanzenwachstum wird untergraben. Die Anpflanzung von Brennnesseln würde daher ganz besonders in diesen Gegenden von einer ganz besonderen Bedeutung sein. Doch das will ich nur nebenher erwähnen. Ich will darauf aufmerksam machen, dass das bloße Dasein der Brennnessel schon von Bedeutung sein kann für die ganze Umgebung in Bezug auf das Pflanzenwachstum.

[ 31 ] On the other hand, a plant that is often disliked—in the sense that people tend to stroke things they like—is hard to replace when it comes to having a positive effect on our compost. This plant is not one you’d want to stroke: [Urtica dioica], the stinging nettle. It is, in fact, the greatest benefactor of plant growth, and it can hardly be replaced by any other plant. If you absolutely must not have it somewhere, you’ll have to replace it with a chemical substitute. But the stinging nettle is truly a jack-of-all-trades; it can do an incredible amount. The stinging nettle also carries within itself that which organizes and processes the spiritual everywhere—sulfur, which has the significance I’ve explained. But in addition to the fact that the stinging nettle carries potassium and calcium in its radiations and currents, it also possesses a kind of iron radiation that is almost as beneficial to the course of nature as our own iron radiation in the blood. Given its goodness, the stinging nettle really does not deserve to grow out there in nature, often so despised. It should actually grow around people’s hearts, for in nature—with its magnificent inner effect and internal organization—it is truly similar to what the heart is in the human organism. Now the point is that, first of all, the stinging nettle itself is already a great blessing, and since — forgive me, Count, if I am being too parochial at this moment — one might even say that, when it comes to removing iron from the soil—should that be necessary—planting stinging nettles in uncontaminated areas actually helps, as they, in a special way, rid the topsoil of the effects of iron, because they are so fond of it and draw it to themselves. Even if not the iron itself, the effect of iron on plant growth is undermined. Planting stinging nettles would therefore be of particular importance in these regions. But I mention this only in passing. I wish to point out that the mere presence of the stinging nettle can already be significant for the entire surrounding area in terms of plant growth.

[ 32 ] Und man nehme nun einmal, um den Dünger zu verbessern, überhaupt die Brennnessel, deren man habhaft werden kann, und dann führe man sie wieder über in einen leicht welken Zustand, presse sie etwas zusammen, und nun aber verwende man sie ohne Edelwildblase, ohne Rindsdärme, grabe man sie einfach in die Erde ein, indem man [herumgibt] eine leichte Schichte von meinetwillen Torfmull, sodass es etwas von dem unmittelbaren Erdreich abgesondert ist. Das grabe man direkt in die Erde hinein, merke sich aber die Stelle gut, damit man nicht bloß die Erde ausgräbt, wenn man sie ausgräbt. Dann lasse man sie überwintern und wiederum übersommern — ein Jahr muss das eingegraben sein —, dann hat man es in einer Substanzialität von ungeheurer Wirkung.

[ 32 ] And now, to improve the fertilizer, take any stinging nettles you can get your hands on, then let them wilt slightly, squeeze them together a bit, and then use it without deer bladders or beef casings; simply bury it in the ground, covering it with a light layer of peat—if you will—so that it is somewhat separated from the immediate soil. Bury it directly into the ground, but mark the spot well so that you do not simply dig up the soil when you excavate it. Then let it overwinter and over-summer again—it must remain buried for one year—and then you will have a substance of tremendous potency.

[ 33 ] Mischt man es jetzt in derselben Weise wie das andere, was ich angeführt habe, dem Dünger bei, dann bewirkt man überhaupt, dass dieser Dünger innerlich empfindlich wird, richtig empfindlich wird, sodass er, wie wenn er jetzt vernünftig geworden wäre, nicht sich gefallen lässt, dass irgendetwas in einer unrichtigen Weise sich zersetzt und irgendetwas in einer unrichtigen Weise den Stickstoff ablässt und dergleichen. Man wird gerade durch diesen Zusatz den Dünger einfach vernünftig machen und namentlich ihn befähigen, auch die Erde, in die er nun hineingearbeitet wird, vernünftig zu machen, sodass sie sich individualisiert auf diejenigen Pflanzen hin, die man gerade ziehen will in dieser Weise. Es ist wirklich etwas wie eine «Durchvernünftung» des Bodens, was man durch diesen Zusatz von Urtica dioica wird bewirken können.

[ 33 ] If you now mix it into the fertilizer in the same way as the other substance I mentioned, then you essentially cause this fertilizer to become internally sensitive—truly sensitive—so that, as if it had now become rational, it will not tolerate anything decomposing in an improper way or anything releasing nitrogen in an improper way, and the like. It is precisely through this addition that the fertilizer is made “rational” and, in particular, enabled to make the soil into which it is now worked “rational” as well, so that it individualizes itself in relation to the plants one wishes to grow in this way. It is truly something like a “rationalization” of the soil, which can be achieved through this addition of Urtica dioica.

[ 34 ] Sehen Sie, die heutigen Methoden der Düngerverbesserung laufen zuletzt, wenn sie auch jetzt manchmal überraschen in ihrer äußeren Wirkung, doch darauf hinaus, dass man nach und nach die gesamten vorzüglichen landwirtschaftlichen Produkte sozusagen zu bloßen Magenausfüllungen beim Menschen macht. Nicht mehr werden sie in sich haben wirkliche Nährkraft. Nun handelt es sich doch darum, dass man sich nicht betrügt, indem man irgendetwas Großes und Aufgeplustertes hat, sondern dass man es konsistent in sich mit wirklicher Nährkraft hat.

[ 34 ] You see, today’s methods of improving fertilizers—even if they sometimes surprise us with their outward effects—ultimately amount to gradually turning all these excellent agricultural products into, so to speak, mere stomach-fillers for humans. They will no longer possess any real nutritional value. The point, after all, is not to deceive oneself by having something grand and grandiose, but to consistently possess something with real nutritional value.

[ 35 ] Nun kann es sich darum handeln, dass man irgendwo im Landwirtschaftlichen auftreten sieht Pflanzenkrankheiten. Ich will jetzt ja generaliter sprechen. Man spezialisiert ja heute gern in allen Dingen und redet von dieser oder jener Krankheit. Das ist auch ganz richtig, soweit man Wissenschaft treibt, man muss wissen, wie das eine, wie das andere aussieht. Aber so wie es für den Arzt meistens nicht viel nützt, wenn er eine Krankheit beschreiben kann, viel wichtiger ist es, dass er sie kurieren kann. Beim Kurieren kommen eben ganz andere Gesichtspunkte in Betracht als die, die man heute hat für das Beschreiben von Krankheiten. Man kann eine große Vollkommenheit im Beschreiben von Krankheiten haben, genau wissen, was da vorgeht in dem Organismus nach den Regeln der heutigen Physiologie oder physiologischen Chemie, aber man kann nichts heilen. Heilen muss man nicht nach dem histologischen oder mikroskopischen Befund, zu heilen muss man wissen aus den großen Zusammenhängen heraus. So ist es auch gegenüber der Pflanzennatur. Und da die Pflanzennatur in dieser Hinsicht eben einfacher ist als die tierische und menschliche

[ 35 ] Now, it may be a matter of observing plant diseases somewhere in the agricultural sector. I want to speak in general terms here. These days, people tend to specialize in everything and talk about this or that disease. That’s perfectly fine, as long as you’re doing science—you have to know what one thing or another looks like. But just as it’s usually not very helpful for a doctor to be able to describe a disease, it’s much more important that he can cure it. When it comes to curing, however, entirely different considerations come into play than those we apply today to the description of diseases. One can be highly proficient in describing diseases, knowing exactly what is happening within the organism according to the principles of modern physiology or physiological chemistry, but one cannot cure anything. Healing must not be based on histological or microscopic findings; to heal, one must understand the broader context. The same applies to the nature of plants. And since plant nature is, in this respect, simpler than animal and human nature

[ 36 ] Natur, so ist auch das Heilen, ich möchte sagen, etwas, was mehr im Allgemeinen ablaufen kann, sodass man bei der Pflanze mehr eine Art universeller Heilmittel anwenden kann. Könnte man das nicht, so wäre man ja in der Tat in einer recht üblen Lage der Pflanzenwelt gegenüber, in der man oftmals schon ist — wir werden noch davon zu sprechen haben — bei der tierischen Heilung, in der man nicht ist bei der menschlichen Heilung. Der Mensch kann aussprechen, was ihm wehtut. Tiere und Pflanzen können das nicht. Aber es ist ja schon so, dass da eben mehr generaliter abläuft die Heilung. Nun, nicht alle, aber eine große Anzahl gerade von Pflanzenkrankheiten, sobald sie bemerkt werden, können durch eine rationelle Gestaltung der Düngung wirklich behoben werden, und zwar auf folgende Weise.

[ 36 ] Nature—and healing, too—is, I would say, something that can generally take place in a more universal way, so that with plants one can apply a kind of universal remedy. If this were not possible, we would indeed be in a rather dire situation with regard to the plant world—a situation we often already find ourselves in, as we will discuss later—unlike in the treatment of animals or humans. Humans can express what is causing them pain. Animals and plants cannot. But it is indeed the case that healing proceeds in a more general way in this context. Well, not all, but a large number of plant diseases, in particular, can be effectively remedied—as soon as they are noticed—through a rational approach to fertilization, and specifically in the following way.

[ 37 ] Man muss dann Kalzium beibringen dem Boden durch die Düngung. Aber es wird dann gar nichts helfen, wenn man das Kalzium dem Boden beibringt mit der Umgehung des Lebendigen, sondern es muss das Kalzium, wenn es heilend wirken soll, innerhalb des Bereiches des Lebendigen bleiben. Es darf nicht herausfallen aus dem Lebendigen. Sie können nichts anfangen mit dem gewöhnlichen Kalk oder dergleichen.

[ 37 ] Calcium must then be supplied to the soil through fertilization. But it will not help at all if the calcium is supplied to the soil while bypassing the living; rather, if the calcium is to have a healing effect, it must remain within the realm of the living. It must not fall out of the living system. Ordinary lime or similar substances will not help.

[ 38 ] Nun haben wir eine Pflanze, welche reichlich Kalzium enthält, siebenundsiebzig Prozent der Aschensubstanz, aber in feiner [Bearbeitung], das ist die Eiche. Und insbesondere ist es die Rinde der Eiche, welche schon eine Art Zwischenprodukt darstellt zwischen dem Pflanzlichen und dem lebendigen Erdigen, ganz in dem Stile, wie ich Ihnen das auseinandergesetzt habe von der Verwandtschaft des belebten Erdigen mit der Rinde. In Bezug auf dasjenige, was dann als Kalzium zutage tritt, ist dasjenige, was an Kalziumstruktur in der Eichenrinde vorhanden ist, das Alleridealste. Nun hat das Kalzium, wenn es noch im belebten Zustande, nicht im toten ist — im toten wirkt es auch —, dasjenige, was ich auseinandergesetzt habe. Es schafft Ordnung, wenn der Ätherleib zu stark wirkt, sodass an irgendein Organisches das Astrale nicht herankommen kann. Es tötet — es dämpft — den Ätherleib, macht dadurch die Wirkungen des Astralleibes frei; das ist bei allem Kalk der Fall. Aber wenn wir wollen, dass in einer sehr schönen Weise ein wucherndes Ätherisches sich zusammenzieht und so zusammenzieht, dass diese Zusammenziehung wirklich eine recht regelmäßige ist, nicht Schocks erzeugt im Organischen, so müssen wir das Kalzium gerade in der Struktur verwenden, in der wir es finden in der Eichenrinde.

[ 38 ] Now we have a plant that contains abundant calcium—seventy-seven percent of its ash content—but in a refined [form]; this is the oak. And in particular, it is the bark of the oak that already represents a kind of intermediate product between the plant realm and the living earth realm, entirely in the manner I have explained to you regarding the relationship between the living earth realm and the bark. With regard to what then manifests as calcium, the calcium structure present in the oak bark is the most ideal of all. Now, when calcium is still in its animate state—not in its dead state (though it also acts in the dead state)—it possesses the qualities I have described. It creates order when the etheric body is acting too strongly, so that the astral cannot approach any organic substance. It kills—it dampens—the etheric body, thereby freeing up the effects of the astral body; this is the case with all calcium. But if we want a proliferating etheric substance to contract in a very beautiful way—and to contract in such a way that this contraction is truly quite regular and does not cause shocks in the organic body—then we must use calcium precisely in the structure in which we find it in oak bark.

[ 39 ] Nun sammeln wir Eichenrinde, wie wir ihrer habhaft werden können. Wir brauchen gar nicht viel, nicht mehr, als leicht zu erreichen ist. Sammeln wir das und hacken es etwas durch, sodass wir eine bröselige Konsistenz, eine bröselige Struktur haben. Dann nehmen wir — es ist fast einerlei, von welchem unserer Haustiere — einen Schädel, eine Schädeldecke, geben da diese zerhackte Eichenrinde hinein, schließen sie wiederum möglichst mit Knochenmasse ab, und das versenken wir nun in die Erde und geben, nachdem wir es nicht sehr tief eingegraben haben, Torfmull darauf und versuchen durch Einleitung irgendeiner Rinne möglichst viel Regenwasser an den Platz zu bekommen. Man könnte es sogar so machen, man könnte in einen Bottich, in den immerfort Regenwasser einfließen und wiederum abfließen könnte, man könnte da solche Pflanzensubstanz hineingeben, die stark bewirkt, dass immer Pflanzenschlamm da ist. In diesem, sozusagen Pflanzenschlamm, liegt dieses Knochengefäß, das die zerbröckelte Eichenrinde einschließt. Das muss nun wiederum überwintern — Schneewasser ist ebenso gut wie Regenwasser —, muss durchmachen womöglich Herbst und Winter.

[ 39 ] Now let’s gather some oak bark—whatever we can get our hands on. We don’t need much at all—just what’s easily within reach. Let’s gather it and chop it up a bit so that we have a crumbly consistency, a crumbly texture. Then we take—it hardly matters which of our pets—a skull, the top of a skull, put this chopped-up oak bark inside, cover it again as much as possible with bone matter, and then we’ll bury it in the ground. After burying it not too deeply, we’ll add peat moss on top and try to channel as much rainwater as possible to the site by digging a trench. One could even do it this way: one could place such plant material—which strongly promotes the constant presence of plant sludge—into a vat into which rainwater could continuously flow in and out. In this plant sludge, so to speak, lies the bone vessel enclosing the crumbled oak bark. This must then overwinter—snowmelt is just as good as rainwater—and must ideally last through fall and winter.

[ 40 ] Aus dieser Masse wird nun dasjenige unseren Düngemassen beigesetzt, was ihnen wirklich die Kräfte verleiht, schädliche Pflanzenkrankheiten prophylaktisch zu bekämpfen, aufzuhalten. Jetzt haben wir schon vier Dinge beigemischt. Das alles erfordert allerdings etwas Arbeit, aber wenn Sie sich die Sache überlegen werden, so werden Sie schon finden, es verursacht das weniger Arbeit als alle die Kinkerlitzchen, die in den chemischen Laboratorien in der Landwirtschaft gemacht werden und die auch bezahlt werden müssen. Sie werden schon sehen, nationalökonomisch rentiert sich das besser, was wir auseinandergesetzt haben.

[ 40 ] From this mixture, we now add to our fertilizers the very substance that truly gives them the power to prevent and halt harmful plant diseases. We have now added four ingredients. All of this does require some work, but if you think it through, you’ll find that it actually involves less work than all the little gadgets produced in agricultural chemical laboratories—which, incidentally, have to be paid for as well. You’ll see that, from an economic standpoint, what we’ve outlined here is more cost-effective.

[ 41 ] Nun brauchen wir aber noch etwas, was noch in der richtigen Weise die Kieselsäure heranzieht aus der ganzen kosmischen Umgebung. Denn diese Kieselsäure müssen wir in der Pflanze drin haben. Und gerade in Bezug auf die Kieselsäureaufnahme verliert die Erde im Laufe der Zeit ihre Macht. Sie verliert sie langsam, daher bemerkt man das nicht so, aber sehen Sie, diejenigen Menschen, die eben nur noch auf das Mikrokosmische, nicht auf das Makrokosmische schauen, denen liegt nichts an dem Kieselsäureverlust, weil sie glauben, der hat keine Bedeutung für das Pflanzenwachstum. Aber er hat die allergrößte Bedeutung für das Pflanzenwachstum. Denn für diese Dinge muss man etwas wissen. Es ist ja heute ganz gewiss nicht mehr für den Gelehrten das Zeichen einer so starken Konfusion, als das man es noch vor einiger Zeit angesehen, denn heute spricht man von der Umwandlung der Elemente doch schon, ohne sich zu genieren. Die Beobachtung von allerlei Elementen hat in dieser Hinsicht die materialistischen Löwen gezähmt.

[ 41 ] But now we still need something that draws silica from the entire cosmic environment in the right way. For we must have this silica present within the plant. And it is precisely with regard to the uptake of silica that the Earth loses its power over time. It loses this power slowly, so one doesn’t really notice it, but you see, those people who focus only on the microcosmic—and not on the macrocosmic—don’t care about the loss of silicic acid, because they believe it has no significance for plant growth. But it is of the utmost importance for plant growth. For these matters, one must know certain things. Today, it is certainly no longer seen as a sign of such profound confusion among scholars as it was considered to be some time ago, for today people speak of the transformation of the elements without any hesitation. The observation of all manner of elements has, in this regard, tamed the materialistic lions.

[ 42 ] Aber gewisse Dinge, die eigentlich fortwährend um uns herum vorgehen, die kennt man ja gar nicht. Würde man sie kennen, so würde man leichter glauben können an solche Dinge, wie ich sie jetzt auseinandergesetzt habe. Ich weiß sehr gut, derjenige, der eingefuchst ist in die heutige Denkweise, der wird sagen: Aber du sagst uns ja gar nichts, wie man den Stickstoffgehalt des Düngers verbessert. Ich habe fortwährend davon gesprochen, namentlich, indem ich von Schafgarbe, Kamille, Brennnessel gesprochen habe, weil nämlich im organischen Prozess eine geheime Alchimie liegt, die zum Beispiel das Kali, wenn es nur in der richtigen Weise drin arbeitet, wirklich in Stickstoff umsetzt und sogar den Kalk, wenn der richtig arbeitet, wirklich in Stickstoff umsetzt. Sie wissen ja, im Pflanzenwachstum sind alle vier Elemente, von denen ich gesprochen [habe], neben dem Schwefel [vorhanden]. [Es] ist also auch Wasserstoff da. Ich habe Ihnen angegeben die Bedeutung des Wasserstoffs. Nun besteht ein gegenseitiges Qualitätsverhältnis zwischen dem Kalk und dem Wasserstoff, das ähnlich ist dem Qualitätsverhältnis zwischen dem Sauerstoff und dem Stickstoff in der Luft. Und das schon könnte auf rein äußere Weise wie in der quantitativ-chemischen Analyse verraten, dass eine Verwandtschaft besteht zwischen dem Zusammenhang von Sauerstoff und Stickstoff in der Luft und dem Zusammenhange von Kalk und Wasserstoff in den organischen Prozessen. Unter dem Einfluss des Wasserstoffs wird nämlich fortwährend Kalk und Kali umgewandelt in Suickstoffartiges und zuletzt in wirklichen Stickstoff. Und dieser Stickstoff, der auf diese Weise entstehen kann, der ist gerade so ungeheuer nützlich für das Pflanzenwachstum, aber man muss ihn sich eben erzeugen lassen durch solche Methoden, wie ich sie geschildert habe.

[ 42 ] But there are certain things that are actually happening all around us all the time—things we’re completely unaware of. If we were aware of them, it would be easier to believe in the kinds of things I’ve just explained. I know very well that anyone steeped in today’s way of thinking will say: “But you aren’t telling us anything at all about how to improve the nitrogen content of the fertilizer.” I have been speaking about this all along, specifically when I mentioned yarrow, chamomile, and stinging nettle, because there is a secret alchemy at work in the organic process that, for example, truly transforms potash into nitrogen—provided it works in the right way—and even transforms lime into nitrogen, if it functions correctly. As you know, in plant growth, all four elements I’ve spoken of are present alongside sulfur. So hydrogen is also there. I’ve explained to you the significance of hydrogen. Now, there is a reciprocal qualitative relationship between lime and hydrogen that is similar to the qualitative relationship between oxygen and nitrogen in the air. And this alone could reveal, in a purely external way—as in quantitative chemical analysis—that there is a relationship between the connection of oxygen and nitrogen in the air and the connection of lime and hydrogen in organic processes. Under the influence of hydrogen, lime and potash are continuously converted into nitrogen-like substances and ultimately into actual nitrogen. And this nitrogen, which can be produced in this way, is immensely beneficial for plant growth; however, it must be generated using the methods I have described.

[ 43 ] Die Kieselsäure enthält ja das Silicium. Das Silicium wiederum wird umgewandelt im Organismus in einen Stoff, der von einer außerordentlichen Wichtigkeit ist, der gegenwärtig unter den chemischen Elementen überhaupt nicht aufgezählt wird, und man braucht eben die Kieselsäure, um hineinzuziehen das Kosmische. Und nun muss eben einfach in der Pflanze eine richtige Wechselwirkung entstehen zwischen der Kieselsäure und dem Kalium, nicht dem Kalzium. Wir müssen nun den Boden dazu beleben, dieses richtige Wechselverhältnis auszugestalten durch die Düngung. Wir müssen nach einer Pflanze suchen, welche in der Lage ist, durch ihr eigenes Verhältnis zwischen Kalium und Kieselsäure, wiederum in einer Art homöopathischer Dosis beigesetzt dem Dung, diesem Dung die entsprechende Macht zu geben. Diese Pflanze können wir wirklich finden. Und wiederum ist diese Pflanze, wenn sie nur wächst innerhalb unserer landwirtschaftlichen Gebiete, schon nach dieser Richtung hin wohltuend. Es ist Taraxacum, der Löwenzahn. Der unschuldige, gelbe Löwenzahn, wo er in einer Gegend wächst, ist er eine außerordentliche Wohltat. Denn er ist der Vermittler zwischen der im Kosmos fein homöopathisch verteilten Kieselsäure und demjenigen, was als Kieselsäure eigentlich gebraucht wird über die ganze Gegend hin. Er ist wirklich eine Art von Himmelsbote, dieser Löwenzahn; aber man muss ihn, wenn man ihn nun wirksam machen will im Dung, wenn es sich darum handelt, dass man ihn braucht, in der richtigen Weise verwenden. Da muss man ihn selbstverständlich der Wirkung der Erde aussetzen, der Wirkung der Erde in der Winterzeit. Aber nun handelt es sich darum, dass man die umgebenden Kräfte dadurch gewinnt, dass man ihn ebenso bearbeitet wie das andere.

[ 43 ] Silicic acid, of course, contains silicon. Silicon, in turn, is transformed within the organism into a substance of extraordinary importance—one that is currently not even listed among the chemical elements—and we need silicic acid precisely to draw in the cosmic. And now a proper interaction simply must arise within the plant between silicic acid and potassium—not calcium. We must now revitalize the soil to establish this proper balance through fertilization. We must search for a plant that, through its own ratio of potassium to silicic acid—again added to the manure in a kind of homeopathic dose—is capable of imparting the corresponding power to that manure. We can indeed find such a plant. And again, this plant, provided it grows within our agricultural regions, is already beneficial in this regard. It is Taraxacum, the dandelion. The innocent, yellow dandelion—wherever it grows in an area—is an extraordinary blessing. For it acts as a mediator between the silicic acid—finely distributed throughout the cosmos in a homeopathic manner—and that which is actually needed as silicic acid throughout the entire region. This dandelion is truly a kind of heavenly messenger; but if one wishes to make it effective in the manure—when there is a need for it—one must use it in the proper way. Of course, one must expose it to the influence of the earth—the influence of the earth during the winter months. But the point is to harness the surrounding forces by treating it in the same way as the other substances.

[ 44 ] Die gelben Löwenzahnköpfchen sammle man, lässt sie etwas anwelken, presst sie zusammen, näht sie ein in Rindsgekröse, gibt sie auch in die Erde den Winter hindurch. Wenn man dann im Frühling herausnimmt die Kugeln — man kann sie aufheben, bis man sie braucht —, dann sind sie tatsächlich ganz durchsetzt mit kosmischer Wirkung. Substanz, die man aus ihnen gewonnen hat, kann nun wieder in ähnlicher Weise dem Dung beigesetzt werden, und sie wird dem Erdboden die Fähigkeit geben, so viel Kieselsäure gerade aus der Atmosphäre und aus dem Kosmos heranzuziehen, als für die Pflanzen notwendig ist, damit diese Pflanzen wirklich gerade empfindsam werden gegen alles das, was in ihrer Umgebung wirkt, [und selber anziehen dasjenige, was sie brauchen].

[ 44 ] Gather the yellow dandelion heads, let them wilt slightly, press them together, sew them into beef tripe, and bury them in the ground throughout the winter. When you then take the balls out in the spring—you can save them until you need them—they are indeed completely imbued with cosmic energy. The substance extracted from them can then be added to the manure in a similar manner, and it will give the soil the ability to draw just as much silicic acid from the atmosphere and the cosmos as the plants need, so that these plants become truly sensitive to everything acting upon their surroundings, [and themselves attract what they need].

[ 45 ] Denn die Pflanzen müssen ja, damit sie wirklich wachsen können, eine Art Empfindung haben. [Wie vor einem stumpfen Kerl als Mensch alles vorbeigehen kann], er empfindet es nicht, so kann natürlich alles im Boden und über dem Boden an einer stumpfen Pflanze vorbeigehen; sie empfindet es nicht, sie kann es auch nicht in den Dienst ihres Wachstums stellen. Aber wird die Pflanze auf diese Weise, in der feinsten Weise mit Kieselsäure durchzogen, durchlebt, dann ist sie so, dass sie empfindsam wird gegen alles und alles heranzieht. Man kann aber sehr leicht die Pflanze dazu bringen, dass sie nur einen ganz kleinen Umkreis, der um sie herum ist, in der Erde benützt, um heranzuziehen, was sie braucht. Das ist natürlich nicht gut. Bearbeitet man den Erdboden so, wie ich es eben geschildert, dann wird die Pflanze bereit, im weiten Umkreis die Dinge heranzuziehen. Der Pflanze kann zugutekommen nicht nur das, was auf dem Acker ist, sondern auch dasjenige, was im Boden der nächsten Wiese ist, wenn sie es braucht. Der Pflanze kann es zugutekommen, was im Waldboden ist, der in der Nähe ist, wenn sie in dieser Weise innerlich empfindlich gemacht wird. Und so können wir eine Wechselwirkung der Natur herbeiführen, indem wir den Pflanzen die Kräfte geben, die ihnen auf diese Weise durch den Löwenzahn zukommen wollen.

[ 45 ] After all, in order for plants to truly grow, they must possess some kind of sensation. [Just as everything can pass a dull-witted person by without him noticing it], so too can everything in the soil and above ground pass a dull-witted plant by; it does not perceive it, nor can it put it to use for its growth. But if the plant is permeated and transformed in this way—in the most subtle manner—by silicic acid, then it becomes sensitive to everything and draws everything toward itself. However, it is very easy to cause the plant to use only a very small area of soil around itself to draw in what it needs. That, of course, is not good. If the soil is prepared as I have just described, the plant becomes ready to draw in nutrients from a wide area. The plant can benefit not only from what is in the field but also from what is in the soil of the neighboring meadow, if it needs it. The plant can benefit from what is in the nearby forest soil if it is made internally receptive in this way. And so we can bring about an interaction within nature by giving the plants the forces that are intended to reach them in this way through the dandelion.

[ 46 ] Und so könnte ich denken, müsste man versuchen, Düngemittel dadurch herzustellen, dass man diese fünf Ingredienzien, oder Surrogate von ihnen, tatsächlich in der angedeuteten Weise dem Düngemittel beibringt. Ein Düngemittel muss in der Zukunft, statt mit den chemischen Kinkerlitzchen behandelt zu werden, behandelt werden

[ 46 ] And so I might think that one should try to produce fertilizer by actually incorporating these five ingredients—or substitutes for them—into the fertilizer in the manner suggested. In the future, instead of being treated with chemical gimmicks, fertilizer must be treated

[ 47 ] mit Schafgarbe, mit Kamille, mit Brennnessel, mit Eichenrinde und mit Löwenzahn. Ein solches Düngemittel wird in der Tat vieles von dem haben, was man eigentlich braucht.

[ 47 ] with yarrow, chamomile, stinging nettle, oak bark, and dandelion. Such a fertilizer will indeed contain much of what you actually need.

[ 48 ] Überwindet man sich dann noch und presst, bevor man den so zubereiteten Dünger verwendet, die Blüten von Valeriana officinalis, von Baldrian, aus und verdünnt dasjenige, was man da herauspresst, sehr stark — man kann das ja jederzeit machen und dann die Sache aufheben, namentlich, indem man zum Verdünnen warmes Wasser anwendet —, so kann man, wenn man dem Dung in einer ganz feinen Weise beibringt diesen verdünnten Saft der Baldrianblüte, insbesondere in ihm dasjenige hervorrufen, was ihn anregt dazu, sich gegenüber demjenigen, was man Phosphorsubstanz nennt, in der richtigen Weise zu verhalten. Dann wird man durch diese sechs Ingredienzien einen ganz vorzüglichen Dünger, sowohl aus Jauche wie aus Stallmist wie aus Kompost herstellen können.

[ 48 ] If one then goes a step further and, before using the manure prepared in this way, presses the flowers of Valeriana officinalis, or valerian, and dilutes the extracted liquid very heavily—one can do this at any time and then set it aside, specifically by using warm water for dilution— then, by very gently incorporating this diluted valerian flower juice into the manure, one can, in particular, elicit in it the quality that stimulates it to interact properly with what is called phosphorus. Then, using these six ingredients, one will be able to produce an excellent fertilizer from liquid manure, stable manure, or compost.

Zweite Fragenbeantwortung

Second Question and Answer Session

[Carl von Keyserlingk:] Handel es sich bei der Blase des Edelwildes um eine solche des männlichen Rotwildes, des Hirsches?

[Carl von Keyserlingk:] Is the bladder of the game animal that of a male red deer, a stag?

[ 49 ] Rudolf Steiner: Gemeint habe ich männliches Rotwild.

[ 49 ] Rudolf Steiner: I was referring to male red deer.

[Carl von Keyserlingk:] Ist die einjährige oder die perennierende Brennnessel gemeint?

[Carl von Keyserlingk:] Are you referring to the annual or the perennial stinging nettle?

[ 50 ] Rudolf Steiner: Urtica dioica.

[ 50 ] Rudolf Steiner: Urtica dioica.

Ist es richtig, die Düngergrube zu überdachen in Gegenden, wo es viel regnet?

Is it a good idea to cover the manure pit in areas where it rains a lot?

[ 51 ] Die gewöhnlichen Regenmengen sollte eigentlich der Dünger vertragen. Und wiederum, wie es ihm nicht zugutekommt, wenn er gar kein Regenwasser bekommt, so schadet es ihm, wenn er durch das Regenwasser ganz ausgelaugt wird. Diese Dinge kann man nicht so ganz im Allgemeinen entscheiden. Im Allgemeinen ist das Regenwasser dem Dünger gut.

[ 51 ] The fertilizer should generally be able to tolerate normal amounts of rain. And just as it doesn't benefit the fertilizer if it receives no rainwater at all, it also harms it if it is completely leached out by rainwater. These matters cannot be decided in such general terms. Generally speaking, rainwater is good for the fertilizer.

[Carl von Keyserlingk:] Sollte man nicht, damit die Jauche nicht verloren geht, gedeckte Dungstätten haben?

[Carl von Keyserlingk:] Shouldn't we have covered manure pits so that the manure isn't wasted?

[ 52 ] Es ist eigentlich in einem gewissen Sinne das Regenwasser dem Dünger notwendig. Fraglich könnte es sein, ob es gut wäre, den Regen abzuhalten dadurch, dass man Torfmull über den Dünger ausbreitet. Den Regen ganz abzuhalten durch Bedachung ist etwas, was wohl keinen rechten Zweck haben kann. Der Dünger wird sicher schlechter dadurch.

[ 52 ] In a sense, rainwater is actually necessary for the manure. It is questionable whether it would be a good idea to keep the rain out by spreading peat moss over the manure. Completely shielding the manure from the rain by covering it with a roof is something that probably serves no real purpose. It will certainly make the manure worse.

[Ludwig von Polzer-Hoditz]: Wenn das Pflanzenwachstum so gefördert wird durch die angegebene Düngungsart, kommt diese dann gleichmäßig den Edelpflanzen zugute und den sogenannten Unkräntern, oder muss man da besondere Methoden anwenden, um die Unkräuter zu vertilgen[, oder werden die Edelpflanzen so vernünftig, dass sie stärker wachsen wie die Unkräuter?]

[Ludwig von Polzer-Hoditz]: If plant growth is promoted in this way by the specified type of fertilization, does this benefit both the cultivated plants and the so-called weeds equally, or must special methods be used to eradicate the weeds[, or do the cultivated plants become so robust that they grow more vigorously than the weeds?]

[ 53 ] Die Frage ist selbstverständlich zunächst ganz berechtigt. Ich will nun über die sogenannte Unkrautbekämpfung in den nächsten Tagen sprechen. Zunächst ist dasjenige, was ich gesagt habe, dem Pflanzenwachstum im Allgemeinen günstig, und man würde dadurch die Unkrautausrottung nicht bewirken. Die Pflanze bleibt aber viel fester gegen parasitische Schädlinge, die in ihr auftreten. Aber die Sache ist doch so: Gegen dasjenige, was als parasitäre Schädlinge im Pflanzenreich auftritt, da hat man schon die Mittel dagegen. Die Unkrautbekämpfung ist nicht etwas, was mit den Prinzipien zusammenhängt, die wir bis jetzt besprochen haben. Das Unkraut nimmt schon auch teil an dem allgemeinen Pflanzenwachstum. Darüber werden wir noch sprechen. Die Dinge hängen so zusammen, dass es nicht gut ist, dass man irgendetwas herausnimmt. [Wir wollen über das sprechen, was vorgekommen ist.]

[ 53 ] Of course, this question is entirely justified at first glance. I would now like to discuss so-called weed control over the next few days. First of all, what I have said is generally beneficial to plant growth, and it would not result in the eradication of weeds. However, the plant becomes much more resistant to parasitic pests that attack it. But the fact is this: we already have the means to combat what appears as parasitic pests in the plant kingdom. Weed control is not something related to the principles we have discussed so far. Weeds do, after all, participate in general plant growth. We will discuss this further. Things are interconnected in such a way that it is not good to remove anything. [Let’s talk about what has happened.]

Was ist zu halten von dem Verfahren des Hauptmann Krantz, wonach man durch loses, schichtweises Aufstapeln der Dungmassen und durch deren Eigenwärmeerzeugung den Dung ebenfalls geruchlos machen kann?

What should we make of Captain Krantz’s method, according to which manure can also be rendered odorless by piling it up in loose, layered stacks and allowing it to generate heat on its own?

[ 54 ] Ich habe ganz absichtlich über die Dinge, die heute schon in einer rationellen Weise angewendet werden, nicht gesprochen. Ich wollte dasjenige, was als Anregung von der Geisteswissenschaft kommen kann, zur Verbesserung einer jeden solchen Methode anführen. Dasjenige Verfahren, das Sie angeführt haben, ist ein solches, welches ganz gewiss sehr viele Vorzüge hat. Aber ich glaube, das Verfahren ist im Allgemeinen neu, es ist nicht ein sehr altes Verfahren, und es steht zu vermuten, dass es auch zu denjenigen Verfahren gehört, die im Anfange Blender sind und die im Verlaufe der Zeit sich nicht als so praktisch erweisen, wie man es eigentlich voraussetzt. Im Anfange, wenn der Boden noch seine Tradition hat, da frischt ihn eigentlich alles in einer gewissen Weise auf. Wenn man dann länger die Sache anwendet, dann geht es einem so wie bei Heilmitteln, wenn die Heilmittel zuerst in einen Organismus hineinkommen. Die unglaublichsten Heilmittel helfen ja das erste Mal; dann hört die Heilwirkung auf. Auch bei diesen Dingen dauert es immer längere Zeit, bis man darauf kommt, dass es doch nicht so ist, wie man ursprünglich geglaubt hatte. Dasjenige, was da von besonderer Bedeutung ist, ist schon die Erzeugung der Eigenwärme, und diese Tätigkeit, die da ausgeübt werden muss, um diese Eigenwärme zu erzeugen, ist eine gewiss dem Dünger außerordentlich günstige, sodass aus dieser Tätigkeit Günstiges hervorgehen muss.

[ 54 ] I deliberately did not speak about the things that are already being applied in a rational manner today. I wanted to highlight what spiritual science can offer as inspiration for improving each of these methods. The method you mentioned is certainly one that has many advantages. But I believe the method is generally new—it is not a very old one—and it is reasonable to assume that it belongs to the category of methods that are initially all show and that, over time, do not prove to be as practical as one might initially assume. In the beginning, when the field still has its traditions, everything actually revitalizes it in a certain way. But when you use the method for a longer period, it’s like with medicines when they first enter the body. Even the most incredible medicines help the first time; then the healing effect stops. With these things, too, it always takes a long time before you realize that it’s not quite what you originally believed. What is of particular importance here is the generation of endogenous heat, and the activity that must be carried out to generate this endogenous heat is certainly extremely beneficial to the fertilizer, so that something beneficial must result from this activity.

[Dünger 56 Grad Temp. Unter Druck setzen, Geruch verschwindet]

[Fertilizer: Apply pressure at 56 degrees; the odor disappears]

[ 55 ] Die Schäden, die dabei entstehen könnten, sind diese, dass man den Dünger lose hat und dass ich nicht weiß, ob das so ganz wörtlich gilt, dass der Dünger ganz geruchlos sei.

[ 55 ] The potential problems with this are that the fertilizer is loose and that I'm not sure if it's entirely accurate to say that the fertilizer is completely odorless.

[Vermutlicher Zwischenruf des Fragestellers:] [Er war geruchlos und blieb geruchlos.]

[Presumed interjection by the questioner:] [It was odorless and remained odorless.]

[ 56 ] Nun ja, wenn er sich als geruchlos erweist, so würde es ein Anzeichen sein, dass es eine günstige gute Sache wäre. Es ist ein Verfahren, das noch nicht viele Jahre ausprobiert worden ist.

[ 56 ] Well, if it turns out to be odorless, that would be a sign that it's a good, beneficial thing. It's a method that hasn't been tried for very many years yet.

[Konradin Haußer:] Ist es nicht besser, die Dungstätte über der Erde anzulegen, als in die Erde zu versenken?

[Konradin Haußer:] Isn't it better to build the manure pile above ground than to bury it in the ground?

[ 57 ] Im Prinzip ist es schon richtig, die Dungstätte möglichst hoch anzulegen. Nur muss dabei wiederum gesorgt werden, dass die Dungstäute in sich selber nicht allzu hoch ist, damit sie mit den Kräften, die unter der Erde sind, in einer entsprechenden Beziehung bleibt. Man kann sie nicht auf einem Hügel anlegen, aber vom Niveau der Erde aus kann man sie schon aufbauen, und das wird die günstigste Höhenlage sein.

[ 57 ] In principle, it is indeed correct to build the manure pile as high as possible. However, care must be taken to ensure that the manure pile itself is not too high, so that it remains in proper alignment with the forces beneath the earth. It cannot be built on a hill, but it can be built at ground level, and that will be the most favorable elevation.

[Ernst Jacoby]: Kann bei dem Weinstock, der viel zu leiden hat, beim Kompost dasselbe angewendet werden?

[Ernst Jacoby]: Can the same method be applied to the grapevine, which suffers a great deal, when using compost?

[ 58 ] Es kann angewendet werden mit einigen Modifikationen. Wenn ich den Obst- und Weinbau besprechen werde, da kommen einige Modifikationen; aber im Allgemeinen gilt das, was ich heute gesagt habe, für die Verbesserung jeder Art des Dunges. Ich habe heute die Dinge angeführt, die den Dung im Allgemeinen verbessern. Wie man nun spezifizieren kann für Wiese und Weide, für das Saatkorn, für den Obst- und Weinbau, das wollen wir noch behandeln.

[ 58 ] It can be applied with a few modifications. When I discuss fruit growing and viticulture, there will be some modifications; but in general, what I have said today applies to the improvement of any type of manure. Today I have outlined the factors that improve manure in general. We will now discuss how to apply this specifically to meadows and pastures, to seed, and to fruit and wine growing.

Ist es richtig, dass die Dungstätte gepflastert ist?

Is it true that the dung heap is paved?

[ 59 ] Nach dem, was man wissen kann über die ganze Struktur der Erde und ihren Zusammenhang mit dem Dünger ist das jedenfalls ein Unfug, wenn die Dungstätte gepflastert ist. Ich kann auch nicht einsehen, warum sie gepflastert ist. Dann muss man für die eigentliche Dungstätte den Raum aussparen, eine freie Stelle rings herum lassen für das Zusammenwirken von Dung und Erde. Warum sollte man den Dung [auch] dadurch verschlechtern [wollen], dass man ihn von der Erde absondert? [Dann sind die meisten Dungstätten falsch.]

[ 59 ] Based on what we know about the Earth’s overall structure and its relationship to manure, it’s certainly nonsense for the manure pit to be paved. I also cannot understand why it is paved. One must leave space for the actual manure pile itself, leaving an open area all around it to allow the manure and soil to interact. Why would one want to degrade the manure [further] by separating it from the soil? [Then most manure piles are set up incorrectly.]

[Walter Ritter:] Hat der Untergrund irgendeinen Einfluss, ob sandig oder tonig? Es wird manchmal die innerste Schicht der Dungstätte mit Ton belegt, damit sie undurchlässig ist.

[Walter Ritter:] Does the subsoil—whether sandy or clayey—have any effect? Sometimes the innermost layer of the manure pile is covered with clay to make it impermeable.

[ 60 ] Es ist schon richtig, dass die bestimmten Erdarten einen bestimmten Einfluss haben. Der geht ja natürlich hervor aus der Eigentümlichkeit, die diese Erdarten selber haben. Hat man einen sandigen Boden unter der Dungstätte, so wird es notwendig sein, dass man diesen sandigen Boden, weil er ja immer Wasser einzieht, weil er wasserdurchlässig ist, erst, bevor man den Dung darüberlegt, etwas mit Ton ausfüllt. Hat man aber einen ausgesprochen tonigen Boden, so sollte man ihn eigentlich lockern und ihn mit Sand durchstreuen. Um eine Mittelwirkung zu erzielen, nimmt man immer eine Lage Sand und eine Lage Ton. Dann hat man beides. Dann hat man eine Konsistenz des Erdreiches, und man hat die Wasserwirkungen. Sonst versickert einem das Wasser. Eine Mischung der beiden Erdarten wird besonders günstig sein. Aus diesem Grunde wird es sich darum handeln, dass man nicht, wenigstens wenn man es vermeiden kann, Lössboden wählt, um die Dungstätte anzulegen. Löss und dergleichen wird nicht von besonderer Wirkung sein. Da wird es schon besser sein, man macht allmählich einen künstlichen Boden für die Dungstätte.

[ 60 ] It is certainly true that certain types of soil have a specific effect. This, of course, stems from the unique characteristics of these soil types themselves. If there is sandy soil beneath the manure pile, it will be necessary to mix some clay into this sandy soil—since it always absorbs water and is permeable—before spreading the manure on top. However, if the soil is distinctly clayey, it should actually be loosened and mixed with sand. To achieve a balanced effect, one should always alternate a layer of sand with a layer of clay. That way, you have both. You then have the right soil consistency and the proper water management. Otherwise, the water will seep away. A mixture of the two soil types will be particularly beneficial. For this reason, you should avoid—at least if possible—choosing loess soil for the manure pile. Loess and similar soils will not be particularly effective. It would be better to gradually create an artificial soil for the manure pile.

[Carl von Keyserlingk:] Was nun die Züchtung der uns angegebenen Pflanzen anlangt, Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, ist es möglich, dass man der Gegend, wenn sie die Pflanzen nicht hat, einfach die Pflanzen einimpft durch Aussaat? Wir haben in der Grünlandwirtschaft auf dem Standpunkt gestanden, dass die Schafgarbe gefährlich wäre für das Rindvieh, außerdem der Löwenzahn. Wir haben in der Grünlandgesellschaft diese Pflanzen möglichst ausschließen wollen, ebenso die Distel. Wir sind gerade bei der Ausführung begriffen. Jetzt müssten wir sienun wieder ansäen auf den Feldrainen, aber nicht auf den Wiesen und Weiden?

[Carl von Keyserlingk:] As for the cultivation of the plants mentioned to us—yarrow, chamomile, and stinging nettle—is it possible to simply introduce these plants into an area where they do not grow by sowing seeds? In grassland management, we have taken the position that yarrow is dangerous for cattle, as is dandelion. In the Grassland Society, we have sought to exclude these plants as much as possible, as well as thistles. We are currently in the process of implementing this. Now, should we resow them on the field margins, but not on the meadows and pastures?

[ 61 ] Ja, aber, auf welche Weise sollen diese denn der Tierernährung schädlich sein?

[ 61 ] Yes, but in what way are they supposed to be harmful to animal nutrition?

[Carl von Keyserlingk]: Man sagt, die Schafgarbe hätte giftige Stoffe. Man sagt, der Löwenzahn wäre nicht für die Ernährung des Rindviehs günstig.

[Carl von Keyserlingk]: It is said that yarrow contains toxic substances. It is said that dandelions are not suitable for cattle feed.

[ 62 ] Man muss achtgeben darauf. Auf offenem Felde frisst das Tier das nicht.

[ 62 ] You have to be careful about that. In an open field, the animal won't eat that.

[Otto von] Lerchenfeld: Bei uns macht man es umgekehrt, da gilt der Löwenzahn als direktes Milchfutter.

[Otto von] Lerchenfeld: Here, we do it the other way around; dandelions are considered direct milk feed.

[ 63 ] Diese Dinge sind manchmal nur vorhanden als Urteile. Man weiß nicht, ob sie ausprobiert sind. Es ist ja möglich — man muss das ausprobieren —, dass es im Heu nicht schädlich ist. Ich glaube, dass, wenn es schädlich wäre, das Tier selbst das Heu stehen lässt; das Tier frisst nichts, was ihm schädlich ist.

[ 63 ] Sometimes these things exist only as assumptions. We don't know if they've been tested. It is, after all, possible—we'd have to test it—that it isn't harmful in the hay. I believe that if it were harmful, the animal itself would leave the hay alone; an animal won't eat anything that's harmful to it.

[Carl von Keyserlingk:] Ist die Schafgarbe nicht besonders entfernt worden durch die starke Kalkung, denn die Schafgarbe braucht doch einen feuchten und säurehaltigen Boden?

[Carl von Keyserlingk:] Hasn't yarrow been particularly displaced by the heavy liming, since yarrow does, after all, require moist and acidic soil?

[ 64 ] Wenn man die Schafgarbe wild verwendet — es hat sich um diese besondere Homöopathisierung gehandelt —, so genügt in diesem Falle auch wirklich eine geringe Schafgarbenmenge über ein ganz großes Gut ausgestreut. Die Schafgarbe hier im Garten zu haben, würde genügen für das ganze Gut.

[ 64 ] When yarrow is used in the wild—this was a specific homeopathic preparation—even a very small amount of yarrow scattered across a very large estate is truly sufficient in this case. Having yarrow here in the garden would be enough for the entire estate.

Ich habe auf meinen Weiden gesehen, dass der junge Löwenzahn, solange er noch kurz vor der Blüte steht, von allem Rindvieh gerne gefressen worden ist[, es ist sicher ein Zeitpunkt, wo man ihn als Salat schätzt]; dagegen später, sowie der Löwenzahn angefangen hat aufzublühen, hat ihn das Rindvieh nicht mehr genommen.

I have observed in my pastures that young dandelions, as long as they are still about to bloom, are eagerly eaten by all cattle [and this is certainly a time when they are prized as a salad]; however, later on, once the dandelions have begun to bloom, the cattle no longer eat them.

[ 65 ] Sie müssen das Folgende dabei bedenken: Das ist ja natürlich dasjenige, was allgemeine Regel ist. Das Tier frisst nicht den Löwenzahn, wenn er ihm schadet, das Tier hat einen außerordentlich guten Fressinstinkt. Das andere aber dabei müssen Sie bedenken. Wir wenden ja doch auch, wenn wir irgendetwas fördern wollen, das auf einem Prozess beruht, fast immer etwas an, was wir im Einzelnen nicht anwenden. Zum Beispiel würde doch niemand die Brothefe zum täglichen Gebrauch verspeisen, aber sie wird doch zum Backen des Brotes verwendet. Die Dinge sind so: Dasjenige, was unter Umständen giftig wirken kann, wenn man es in einer großen Dosis verzehrt, das wird, unter anderen Verhältnissen, in der wohltätigsten Weise wirken, Die Heilmittel sind ja meistens giftig. Nun, es handelt sich darum, dass das Verfahren das eigentlich Ausschlaggebende ist, nicht der Stoff. Und so meine ich, kann man ganz gut hinweggehen über das Bedenken, dass dem Tiere der Löwenzahn schaden kann. Es sind so viele merkwürdige Urteile vorhanden; es ist doch etwas Kurioses, wenn auf der einen Seite von Graf Keyserlingk die Schädlichkeit des Löwenzahns betont wird, während auf der anderen Seite Graf Lerchenfeld davon redet, dass es gerade das beste Milchfuuter sei. Die Wirkung kann nicht in so nahe beieinander liegenden Gegenden verschieden sein, es muss von diesen beiden Ansichten eine nicht richtig sein.

[ 65 ] You need to keep the following in mind: This, of course, is the general rule. An animal won’t eat dandelions if they’re harmful to it; animals have an exceptionally keen instinct for what to eat. But there’s another point you need to consider. After all, when we want to promote something based on a process, we almost always apply something that we don’t use in its specific form. For example, no one would eat baker’s yeast for daily consumption, yet it is used to bake bread. The fact is this: something that may be toxic under certain circumstances if consumed in large doses will, under different conditions, have the most beneficial effect. Remedies are, after all, usually toxic. Well, the point is that the method is what really matters, not the substance. And so I believe we can quite safely set aside the concern that dandelions might be harmful to animals. There are so many strange opinions out there; it is rather curious that, on the one hand, Count Keyserlingk emphasizes the harmfulness of dandelions, while on the other hand, Count Lerchenfeld claims that they are, in fact, the very best milk feed. The effect cannot differ in regions so close to one another; one of these two views must be incorrect.

[Carl von Keyserlingk:] Ist vielleicht der Untergrund entscheidend? Außerdem stützt sich meine Behauptung auf veterinäre Ansichten. Sind diese Schafgarbe und der Löwenzahn auf die Weiden und die Wiesenflächen extra anzupflanzen?

[Carl von Keyserlingk:] Could the soil be the deciding factor? Furthermore, my claim is based on veterinary opinions. Should yarrow and dandelions be planted specifically in pastures and meadows?

[ 66 ] Es genügt eine ganz kleine Fläche.

[ 66 ] Even a very small area is enough.

[Bartsch:] [Frage: Ob dasjenige, was mikroskopisch als Zerstörung der Chromosomenstruktur beobachtet wird, in irgendeinem Zusammenhang steht mit demjenigen, was die Geisteswissenschaft sagt, nämlich: Mit dem Eintritt des chaotischen Zustandes im Samen-Eiweiß?

[Bartsch:] [Question: Is there any connection between what is observed microscopically as a disruption of the chromosomal structure and what spiritual science says, namely, the onset of a chaotic state in the seminal protein?

[ 67 ] Da kommen verschiedene Dinge in Betracht. Es gilt ja heute vielmehr als man glaubt für die meisten Menschen dasjenige, was man Relativitätstheorie nennt, nicht so sehr die Einstein’sche Relativitätstheorie, die ist für gewisse Gebiete unwiderleglich, für andere nicht anwendbar. Aber es gibt eine gewisse Relativitätstheorie, die zum Beispiel auf dasjenige geht, dass man Kleines in einer beliebigen Weise vergrößern und als Vergrößertes sehen kann, dann aus der Vergrößerung schlieRen kann auf die eigentliche Wesenheit. Da ist die Meinung zugrunde liegend, dass die Größe, die eine Sache hat, eigentlich nichts ausmacht. Ich sche ja eine Sache ganz falsch, wenn sie sich im kleinsten Raume abspielt. Ich sehe sie darin künstlich vergrößert, ich sehe sie ja ganz falsch. Und so dürfen wir durchaus nicht glauben, dass der Gedankengang derselbe ist, wie derjenige, der angeregt wird, wenn heute vom Zerfall des Eiweißes gesprochen wird, der ja für die Samenbildung noch nicht in der Gedankenrichtung liegt. Für die Samenbildung wird nicht vom Zerfall des Eiweißes gesprochen. Man stellt sich vor, dass gerade das Eiweiß im Samen in der kompliziertesten Weise aufgebaut ist. Da spricht man doch nicht von Zerfall. Es kommt alles Mögliche vor. Vielleicht spricht man heute [davon], das wäre ein Vorläufer schon. Aber der Zerfall des Eiweißes im Organismus, der ist kein Vorläufer, weil die Gedankenrichtung in einer anderen Linie geht. Man stellt sich vor, dass mit dem Zerfall, der da eingeleitet wird, man eben dahin kommt, dass das Eiweiß als solches abgebaut wird, während die Annäherung an das Chaos eigentlich darinnen besteht, dass das Eiweiß nicht abgebaut wird, sondern gerade seinem Aufbau aus dem Kosmos heraus entgegengeführt wird. Aber es wäre interessant, wenn jemand darüber etwas wüsste, ob vielleicht irgendwo mal in der Biologie von einem Zerfall nur des Eiweißes bei der Samenbildung gesprochen wurde.

[ 67 ] There are various factors to consider. For most people today, what is known as the theory of relativity is actually more relevant than one might think—not so much Einstein’s theory of relativity, which is irrefutable in certain areas but inapplicable in others. But there is a certain theory of relativity that, for example, is based on the idea that one can magnify something small in any way and see it as magnified, and then infer its true nature from that magnification. Underlying this is the view that the size of a thing doesn’t really matter. I perceive a thing completely wrongly if it occurs in the smallest space. I see it artificially enlarged within that space; I see it completely wrongly. And so we must by no means believe that the line of thought is the same as the one that is suggested when we speak today of the breakdown of protein, which, after all, does not yet lie within the line of thought regarding sperm formation. When it comes to sperm formation, we do not speak of the breakdown of protein. One imagines that the protein in the sperm is structured in the most complex way. So one certainly does not speak of breakdown. All sorts of things happen. Perhaps people speak of it today—that would already be a precursor. But the breakdown of protein in the organism is not a precursor, because the line of thought follows a different path. One imagines that with the decomposition that is initiated there, one arrives at a point where the protein as such is broken down, whereas the approach to chaos actually consists in the fact that the protein is not broken down, but rather is guided toward its formation from the cosmos. But it would be interesting if anyone knew anything about this—whether, perhaps, there has ever been mention in biology of a breakdown of protein alone during sperm formation.

[Alfred Usteri:] Die Schwierigkeit besteht darin, die Beziehungen zwischen dem tierischen Ei und dem pflanzlichen Ei festzustellen. Man kann den tierischen Samen nicht mit dem pflanzlichen identifizieren. Ich weiß nicht, wo dieses Chaos im Samen eintreten soll?

[Alfred Usteri:] The difficulty lies in determining the relationship between the animal egg and the plant egg. One cannot equate the animal seed with the plant seed. I don’t know where this chaos is supposed to occur in the seed?

[ 68 ] Zwischen der Entstehung des Samens in der alten Pflanze und der Neubildung des neuen Pflanzenkeimes liegt das Chaos in Bezug auf den Samen. Ohne dass der Same durch die Chaotisierung, durch den absoluten Zerfall seiner Struktur durchgeht, ist eine Rekonstitution nicht möglich.

[ 68 ] Between the formation of the seed in the old plant and the formation of the new plant embryo lies chaos with regard to the seed. Unless the seed undergoes chaos—that is, the absolute disintegration of its structure—reconstitution is not possible.

[Alfred Usteri:] Dann wäre diese Chaotisierung zwischen dem Eizustand und dem Samenzustand, wo das Ovulum ist?

[Alfred Usteri:] So where would this chaotic state lie between the egg state and the sperm state, where the ovum is?

[ 69 ] Das ist es nicht. Bei der Pflanze redet man ja von Samen kontinuierlich, da redet man nicht von einem Eizustand.

[ 69 ] That's not it. When it comes to plants, we always talk about seeds; we don't talk about an egg stage.

[Alfred Usteri:] Man sagt das Ovulum. Das wird befruchtet, in dem entsteht der Same. Ich sehe nicht, wo das Chaos ist. Es ist alles kontinuierlich, wenigstens für das Mikroskop.

[Alfred Usteri:] It's called the ovule. It is fertilized, and the seed develops within it. I don't see where the chaos is. It's all a continuous process, at least under the microscope.

[ 70 ] Man muss natürlich, wenn man von diesen Dingen mehr naturwissenschaftlich reden soll, anders sprechen als für den landwirtschaftlichen Betrieb. Wollte man naturwissenschaftlich reden, so sollte man den radikalen Unterschied zwischen dem tierischen Keim und dem pflanzlichen Samen auseinandersetzen, der ist außerordentlich wichtig. Der Same bei der Pflanze, was trägt er von der Mutterpflanze auf die Tochterpflanze hinüber? Lediglich die Form, also dasjenige, was neu aufgebaut wird, ist Anfang der Form, ist die neue Form bei der Pflanze. Beim tierischen Keim geht aber nicht bloß die Form, sondern es geht die Lebensessenz über, sodass man also zwei ganz voneinander verschiedene Dinge in der Pflanze und in dem Tier hat. In diesen Dingen redet man heute möglichst ungenau. Die exakte Wissenschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie möglichst unexakt redet. Die exakte Wissenschaft geht bei solchen Dingen, wo sie annähernd beschreibt — die Keime bei Tieren und Pflanzen — so vor, dass das immer miteinander verwässert wird. Ebenso spricht man vom Tode. Der Tod ist etwas ganz anderes bei der Pflanze, beim Tier und wieder etwas ganz anderes beim Menschen. Man darf heute sogar vom Tod der Maschinen, Mineralien reden. Der Tod kann nicht einheitlich behandelt werden in dieser Weise. Die Dinge müssen spezialisiert werden. Bei der Pflanze ist es die Form, die übergeht, beim Tier ist es mit der Form zugleich das Leben. Dadurch ist ein gewaltiger Unterschied gegeben.)

[ 70 ] Of course, if one is to discuss these matters from a scientific perspective, one must speak differently than when discussing agricultural operations. If one were to speak scientifically, one should address the radical difference between the animal germ and the plant seed, which is extraordinarily important. What does the plant seed pass on from the mother plant to the daughter plant? Merely the form—that is, what is newly formed—is the beginning of the form, the new form in the plant. In the case of the animal germ, however, it is not merely the form that is passed on, but the life essence itself; thus, we have two entirely different things in the plant and in the animal. Today, people speak as imprecisely as possible about these matters. Exact science is characterized by the fact that it speaks as imprecisely as possible. When it comes to such things—where it offers only an approximate description, such as the germ in animals and plants—exact science proceeds in such a way that the distinctions are always blurred. The same applies to the concept of death. Death is something entirely different in plants, in animals, and yet something entirely different in humans. Today, one can even speak of the death of machines and minerals. Death cannot be treated uniformly in this way. These matters must be specialized. In plants, it is the form that passes away; in animals, it is both the form and life. This creates a tremendous difference.)

Kommt es darauf an, wie lange die Präparate mit dem Dung zusammen aufgehoben werden müssen, nachdem sie aus dem Erdboden genommen sind?

Does it matter how long the preparations need to be stored with the manure after they are removed from the ground?

[ 71 ] Wenn sie dem Dünger beigemischt werden, hat es keine Bedeutung, wie lange sie da drin sind. Aber wenn man den Dung auf dem Felde ausbreitet, sollte das eigentlich schon vorher besorgt sein.

[ 71 ] If they are mixed into the fertilizer, it doesn't matter how long they stay in there. But if you spread the manure on the field, that should actually be taken care of beforehand.

Soll man die zubereiteten Düngerpräparate alle miteinander oder jedes besonders in die Erde geben?

Should you mix all the prepared fertilizers together or add each one separately to the soil?

[ 72 ] Das ist eigentlich von einer gewissen Bedeutung insofern, als es gut ist, dass, während diese Wechselwirkung stattfindet, das eine Präparat das andere nicht stört, sodass man wenigstens in einer gewissen Entfernung voneinander sie eingraben sollte. Ich würde immer, wenn ich das zu machen hätte auf einem kleinen Gute, schon in der Peripherie die entferntesten Punkte suchen und in größtem Abstande voneinander die Eingrabungen vornehmen, damit das eine das andere nicht stört. Auf einem großen Gute kann man die Entfernungen machen, wie man will.

[ 72 ] This is actually of some importance in that it is good that, while this interaction is taking place, one preparation does not interfere with the other; therefore, they should be buried at least a certain distance apart. If I had to do this on a small estate, I would always look for the most distant points on the outskirts and dig the pits as far apart as possible so that one does not interfere with the other. On a large estate, one can arrange the distances however one wishes.

Kann die über den eingegrabenen Präparaten befindliche Erde bewachsen sein?

Could the soil covering the buried specimens be overgrown?

[ 73 ] Die Erde kann machen, was sie will. Es ist sogar in solchen Fällen ganz gut, wenn die Erde darüber bewachsen ist. Sie kann auch mit Kulturpflanzen bedeckt sein.

[ 73 ] The earth can do whatever it wants. Even in cases like these, it’s actually quite good when the earth is covered with vegetation. It can also be covered with crops.

Wie sind die Präparate in dem Misthaufen zu behandeln?

How should the preparations in the manure pile be handled?

[ 74 ] Ich würde raten, sie dieser Prozedur zu unterziehen: einen Viertelmeter oder etwas tiefer in einen größeren Misthaufen hineinzustechen, sodass der Mist sich schließt um die Sache herum. Man braucht nicht Metertiefe, aber es soll sich doch der Mist um die Präparate herumschließen. Denn es ist so: Wenn das der Dunghaufen ist, und Sie haben hier ein kleines Partikelchen liegen — die ganze Sache beruht auf der Strahlung —, die Strahlen gehen alle so; und wenn es dann allzu nahe der Oberfläche ist, so ist es nicht gut. An der Oberfläche selbst bricht sich die Strahlung, sie macht eine ganz bestimmte Kurve, sie geht nicht heraus, wenn der Mist um dasselbe geschlossen ist. Ein halber Meter Tiefe genügt. Wenn es zu sehr an der Oberfläche ist, verliert sich ein großer Teil der Kraftstrahlung.

[ 74 ] I would recommend subjecting them to this procedure: dig a quarter of a meter or slightly deeper into a large manure pile so that the manure closes in around the item. You don’t need a depth of a meter, but the manure should close in around the specimens. Here’s why: If this is the manure pile, and you have a small particle lying here—the whole thing depends on the radiation—the rays all go like this; and if it’s too close to the surface, that’s not good. At the surface itself, the radiation is refracted; it follows a very specific curve; it does not escape if the manure is closed around it. A depth of half a meter is sufficient. If it is too close to the surface, a large portion of the radiation’s energy is lost.

Genügt es, wenn man nur einige Löcher macht, oder soll man das Ganze möglichst verteilen?

Is it enough to just make a few holes, or should you spread them out as much as possible?

[ 75 ] Es ist schon besser, wenn man verteilt, nicht an einer Stelle bloß die Löcher macht. Die Strahlungen stören sich sonst.

[ 75 ] It's better to spread them out rather than just drilling the holes in one spot. Otherwise, the radiation fields interfere with each other.

Soll man alle Präparate zugleich in den Misthaufen hineingeben?

Should all the preparations be added to the manure pile at the same time?

[ 76 ] Wenn man die Präparate in den Dunghaufen hineinbringt, kann man eines neben das andere legen. Sie beeinflussen sich gegenseitig nicht, sie beeinflussen nur den Dung als solchen.

[ 76 ] When you add the preparations to the manure pile, you can place them side by side. They do not affect each other; they only affect the manure itself.

Kann man die Präparate alle in ein Loch hineinlegen?

Can you put all the preparations into one hole?

[ 77 ] Theoretisch könnte man sogar voraussetzen, dass, wenn man alle Präparate in ein Loch legte, sie sich nicht störten. Aber das möchte ich nicht von vorneherein behaupten. In die Nachbarschaft kann man sie legen, aber es könnte doch sein, dass sie sich störten, wenn man sie alle in einem Loch miteinander vereinigte.

[ 77 ] Theoretically, one could even assume that if all the specimens were placed in a single hole, they would not interfere with one another. But I wouldn't want to claim that from the outset. They can be placed next to one another, but it could still be the case that they would interfere with one another if they were all placed together in a single hole.

[Carl von Keyserlingk:] Welche Eiche ist gemeint? [Rudolf Steiner:] Quercus robur. [Alfred Usteri:] [Könnte man da, wo die Eiche nicht vorkommt, alte Korkstöpsel verwenden?

[Carl von Keyserlingk:] Which oak are you referring to? [Rudolf Steiner:] Quercus robur. [Alfred Usteri:] [Could one use old corks in places where that oak doesn't grow?

[ 78 ] Was heißt «alte Korkstöpsel»?

[ 78 ] What does “old corks” mean?

[Alfred Usteri]: Nicht verwendete.

[Alfred Usteri]: Not used.

[ 79 ] Ich weiß nicht, ob das nicht so teuer kommt, als wenn man auf eine andere Weise sich die bloße Eichenrinde verschaffte.

[ 79 ] I don't know if that ends up being more expensive than getting plain oak bark some other way.

[Alfred Usteri]: Und verwendete?

[Alfred Usteri]: And used?

[ 80 ] Verwendete darf man ganz sicher nicht benutzen, mit allem Möglichen durchtränkte Korkstöpsel, mit Bier, mit Wein, die kann man ganz gewiss nicht verwenden. Ich denke, da ist es besser, man verwendet die Rinde direkt.]

[ 80 ] You definitely shouldn't use used corks that have been soaked in all sorts of things—like beer or wine—you certainly can't use those. I think it's better to use the bark directly.]

Muss die Rinde vom lebenden Baum oder von einem geschlagenen Baum sein?

Does the bark have to come from a living tree or a felled tree?

[ 81 ] In diesem Fall möglichst vom lebenden Baum, sogar von dem Baum, bei dem man voraussetzen kann, dass das Eichenharz noch ziemlich wirksam ist.

[ 81 ] In this case, if possible, from a living tree—even one where you can assume that the oak resin is still quite effective.

Kommt die ganze Rinde in Betracht?

Is the entire bark taken into account?

[ 82 ] Eigentlich nur die Oberfläche. Die äußerste Rindenschichte, die zerfällt, wenn man sie ablöst.

[ 82 ] Actually, just the surface. The outermost layer of bark, which crumbles when you peel it off.

Ist es unbedingt notwendig, beim Eingraben der Dungpräparate nur bis zur Kulturschichte zu gehen, oder kann man die Kuhhörner auch tiefer eingraben?

Is it absolutely necessary to bury the manure preparations only as deep as the topsoil, or can the cow horns be buried deeper?

[ 83 ] Es ist schon besser, sie in der Kulturschichte zu belassen. Es ist sogar vorauszusetzen, dass sie im Untergrund, unter der Kulturschichte, doch nicht ein so fruchtbares Material geben. Es wäre ja natürlich dies noch in Erwägung zu ziehen, dass eine tiefere Kulturschichte das absolut Günstigere wäre. Wenn man sich diejenige Schichte ausgesucht hat, die die mächtigste Kulturschichte ist, so wäre das schon der beste Ort. Aber unter der Kulturschichte wird man keinen Nutzeffekt erreichen.

[ 83 ] It is indeed better to leave them within cultural history. In fact, it must be assumed that, buried beneath the surface of cultural history, they do not provide such fertile material after all. Of course, one would still have to consider that a deeper cultural stratum would be by far the more favorable option. If one were to select the stratum that represents the most powerful cultural layer, that would indeed be the best place. But beneath the cultural stratum, one will achieve no practical benefit.

In der Kulturschichte würden die Dinge immer dem Frost ausgesetzt sein. Schadet das nicht?

In cultural history, objects would always be exposed to frost. Doesn't that cause damage?

[ 84 ] Wenn sie dem Frost ausgesetzt sind, kommen sie gerade in diejenige Zeit hinein, wo die Erde durch dieses Frostige am stärksten sich aussetzt den kosmischen Einflüssen.

[ 84 ] When they are exposed to frost, they are entering precisely the time when the Earth, due to this frost, is most vulnerable to cosmic influences.

Wie zerkleinert man Quarz und Kiesel? In einer kleinen Mühle oder im Reibemörser?

How do you crush quartz and pebbles? In a small mill or in a mortar and pestle?

[ 85 ] Das Beste ist in diesem Falle, das zuerst im Mörser zu machen — man braucht einen eisernen Schlegel dazu — und es im Mörser bis zu einer ganz dünnen Mehligkeit zu verreiben. Es wird sogar beim Quarz notwendig sein, es zuerst in dieser Art soweit als möglich zu zerreiben und nachher noch auf einer Glasfläche weiter zu verreiben. Denn es muss ganz feines Mehl sein, und das ist beim Quarz sehr schwer zu erreichen.

[ 85 ] In this case, it is best to start by doing this in a mortar—you’ll need an iron pestle—and grind it in the mortar until it reaches a very fine, powdery consistency. Even with quartz, it will be necessary to grind it in this manner as much as possible first and then continue grinding it on a glass surface. This is because it must be very fine powder, and that is very difficult to achieve with quartz.

Es zeigt die landwirtschaftliche Erfahrung, dass ein gut ernährtes Stück Vieh auch Fettsubstanzen ansetzt. Es muss also eine Beziehung vorhanden sein zwischen der Nahrung und der Aufnahme der Nahrung aus der Atmosphäre heraus?

Agricultural experience shows that a well-fed animal also puts on fat. So there must be a relationship between food and the absorption of nutrients from the atmosphere, right?

[ 86 ] Beachten Sie nur das, was ich gesagt habe. Ich sagte: Bei der Aufnahme der Nahrung ist das Wesentliche dasjenige, was im Leibe entwickelt wird an Kräften. Von der richtigen Nahrungsaufnahme hängt es ab, ob das Tier genügend Kräfte entwickelt, um die Fähigkeiten zu haben, die Stoffe aus der Atmosphäre heraus aufzunehmen und zu verarbeiten. Es ist das damit zu vergleichen: Wenn man nötig hat, einen engen Handschuh über die Hand zu ziehen, so kann man das nicht durch Stopfen, sondern man sperrt ihn vorher mit Holz aus, man dehnt ihn aus. So ist das auch ein Geschmeidigmachen der Kräfte, die da sein müssen, um aus der Atmosphäre entgegenzunehmen dasjenige, was nicht durch die Nahrung bewirkt wird. Durch die Nahrungsmittel wird der Organismus geweitet und dadurch fähig gemacht, mehr von der Atmosphäre aufzunehmen. Es kann sogar Hypertrophie dadurch eintreten, wenn man zu viel nimmt. Sie büßt man dann mit einer kürzeren Lebenszeit. Da gibt es etwas, was zwischen Maximum und Minimum in der Mitte liegt.

[ 86 ] Just keep in mind what I said. I said: When it comes to nutrition, what matters most is the vital forces that are developed within the body. Whether the animal develops sufficient vital forces to acquire the ability to absorb and process substances from the atmosphere depends on proper nutrition. It can be compared to this: If you need to pull a tight glove over your hand, you cannot do so by stuffing it; rather, you must first stretch it out with a wooden stick. In the same way, this is a process of softening the forces that must be present to receive from the atmosphere that which is not provided by food. Food expands the organism and thereby enables it to absorb more from the atmosphere. This can even lead to hypertrophy if one consumes too much. One then pays for this with a shorter lifespan. There is a point that lies in the middle between the maximum and the minimum.