Man's Life on Earth and
the Essence of Christianity
GA 349
14 April 1923, Dornach
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Man's Life on Earth and the Essence of Christianity, tr. SOL
9. Zur symptomatischen Betrachtung des Astralleibes
9. A Symptomatic Analysis of the Astral Body
[ 1 ] Heute, meine Herren, möchte ich Ihnen zunächst eine ganz interessante Geschichte erzählen, die sich vor Zeugen abgespielt hat, so daß sie wissenschaftlich nicht angefochten werden kann. Da war einmal ein Fischer, der hielt seine Angel, ärgerte sich nach einiger Zeit, daß absolut nichts anbeißen wollte, bis dann plötzlich ein furchtbarer Ruck kam. Etwas ganz Schweres biß an. Er hielt die Angel heraus und war schon sehr froh, daß er jetzt einen großen Fisch gefangen habe. Was zog er aber heraus? Eine sehr große Schildkröte.
[ 1 ] Today, gentlemen, I would first like to tell you a very interesting story that took place in front of witnesses, so it cannot be scientifically disputed. Once upon a time, there was a fisherman who was holding his fishing rod. After a while, he grew frustrated that absolutely nothing was biting, until suddenly there was a tremendous tug. Something very heavy had taken the bait. He reeled in the line and was already very happy that he had caught a big fish. But what did he pull out? A very large turtle.
[ 2 ] Nun, diese große Schildkröte, die blieb aber an der Angel, die hatte den Angelhaken verschluckt. Der war in ihrem Bauch drinnen, und der Fischer kriegte ihn jetzt nicht heraus. Die Schildkröte zog den Kopf noch etwas zurück. Er redete zunächst der Schildkröte gut zu, aber die ließ sich gar nicht bewegen, den Angelhaken wieder von sich zu lassen. Da blieb ihm nichts anderes übrig: er hing sie an den Ast eines Baumes, schnitt ihr mit seinem scharfen Messer den Kopf ab und ließ sie herunterfallen.
[ 2 ] Well, that big turtle—it stayed on the line; it had swallowed the fishhook. The hook was inside its belly, and the fisherman couldn’t get it out. The turtle pulled its head back a little further. At first, he tried to reason with the turtle, but it wouldn’t budge at all—it wouldn’t let go of the hook. So he had no choice: he hung it from a tree branch, cut off its head with his sharp knife, and let it fall to the ground.
[ 3 ] Sie werden alle zugeben: Wenn das einem Menschen passiert wäre — sagen wir zum Beispiel während der Französischen Revolution oder irgend sonst bei anderem Köpfen —, nun ja, der wäre eine Leiche gewesen. Was hat die Schildkröte getan? Die Schildkröte richtete sich auf, marschierte ruhig wieder ins Wasser hinein und verschwand darin. Es hat ihr gar nichts gemacht, daß ihr der Kopf abgeschnitten war.
[ 3 ] They’ll all admit: If that had happened to a human being—say, during the French Revolution or some other time when heads were rolling—well, that person would have been dead. What did the turtle do? The turtle stood up, calmly marched back into the water, and disappeared into it. It didn’t bother her at all that her head had been cut off.
[ 4 ] Also Sie sehen daraus, meine Herren, diese Schildkröte brauchte zum weiteren Fortleben zunächst überhaupt ihren Kopf nicht. Wie lange sie noch gelebt hat, das ist natürlich dazumal nicht konstatiert worden, aber immerhin, Sie sehen daraus: zu alledem, was zum Beispiel Laufen ist, braucht die Schildkröte überhaupt nicht ihren Kopf. Sie kann laufen, ohne daß sie ihren Kopf hat.
[ 4 ] So you can see from this, gentlemen, that this turtle didn’t need its head at all to continue living. How long it lived afterward was, of course, not determined at the time, but in any case, you can see from this: for everything—such as walking, for example—the turtle does not need its head at all. It can walk without having a head.
[ 5 ] Ich habe Ihnen viele Geschichten erzählt, daß Tiere alles mögliche tun, furchtbar Verständiges tun, und Sie können aus dieser Geschichte mit der Schildkröte schließen, daß die Tiere das durchaus nicht mit ihrem Kopf tun, denn man kann einer Schildkröte ruhig den Kopf abschneiden, sie macht ihre Bewegungen und alles andere ordentlich weiter. Die Schildkröte lief ja auch nicht blind weg, sondern schnurstracks ins Wasser hinein, wo sie hergekommen war. Sie hätte das mit dem Kopf nicht anders, nicht besser machen können.
[ 5 ] I’ve told you many stories about animals doing all sorts of things—including incredibly intelligent things—and you can conclude from this story about the turtle that animals don’t do these things with their heads at all, because you can easily cut off a turtle’s head, and it will still move and do everything else just fine. After all, the turtle didn’t just run off blindly, but headed straight back into the water, where it had come from. It couldn’t have done that any differently—or any better—with its head.
[ 6 ] Nun könnten Sie sagen: Das ist ein einmaliger Fall. - Aber es ist nicht ein einmaliger Fall, denn diese Versuche sind gemacht worden und das gleiche machen die Leute jetzt. Derjenige, der die ganze Sache geistig schen kann, der braucht eigentlich diese Versuche nicht. Aber diese Versuche werden fortwährend angeführt, um der Sache zu widersprechen. Sie widersprechen ihr nicht, sondern sie bestätigen sie gerade. Die Versuche, die ich Ihnen jetzt erzähle, sind unzählige Male gemacht worden. Man nimmt einen Frosch und schneidet ihm den Kopf ab mit einem Rasiermesser. Nun ist der Frosch ohne Kopf da. Man setzt ihn wieder auf den Tisch. Zunächst benimmt er sich außerordentlich impertinent ohne Kopf. Er läßt sich vorne etwas sinken, und hinten, ganz impertinent mit dem Hinterkörper, hebt er sich hoch und hüpft von der Stelle. Aber wenn Sie jetzt eine ätzende Säure nehmen und den Frosch da an der Seite etwas benetzen (es wird gezeichnet) — der kopflose Frosch ist dann da, hat da seine Beine, nur hat er keinen Kopf -, wenn Sie ihn also etwas benetzen mit einer ätzenden Säure, was also sonst weh tut, da nimmt der Frosch zunächst sein Hinterbein und kratzt sich da, ohne Kopf. Das kann man immer wiederholen — der Frosch nimmt sein Hinterbein und kratzt sich da, ohne Kopf. Und wenn Sie noch mehr Säure nehmen, dann nimmt er auch noch das Vorderbein zu Hilfe. Dann natürlich neigt er sich nach der Seite. Wenn Sie noch mehr drauf bringen, nimmt er auch noch das Bein von der anderen Seite zu Hilfe. Dann kippt er natürlich um. Also Sie sehen, der Frosch ohne Kopf, der macht alles dasjenige, was er sonst machen würde, ganz gleichgültig, ob er einen Kopf hat oder keinen Kopf hat.
[ 6 ] Now you might say: This is a one-time occurrence. - But it is not a one-time occurrence, because these experiments have been conducted, and people are doing the same thing now. Anyone who can grasp the whole matter intellectually doesn’t actually need these experiments. But these experiments are constantly cited to contradict the matter. They do not contradict it; on the contrary, they confirm it. The experiments I am about to describe to you have been conducted countless times. You take a frog and cut off its head with a razor. Now the frog is there without a head. You put it back on the table. At first, it behaves extremely defiantly without a head. It sinks down a little at the front, and at the back—quite defiantly with its hindquarters—it lifts itself up and hops in place. But if you now take a corrosive acid and dab it a little on the frog’s side (it’s being drawn)—the headless frog is there, with its legs, but no head—so if you dab it a little with a corrosive acid, which would normally hurt, the frog first uses its hind leg to scratch itself there, even without a head. You can repeat this over and over—the frog uses its hind leg to scratch itself there, without a head. And if you apply even more acid, it’ll also use its front leg to help. Then, of course, it tips over to the side. If you pour even more on it, it’ll even use the leg on the other side to help itself. Then, of course, it’ll tip over. So you see, the headless frog does everything it would normally do, regardless of whether it has a head or not.
[ 7 ] Nicht wahr, Sie sehen also daraus: Wenn wir unter die Säugetiere herunterkommen zu den niederen Tieren, dann machen diese niederen Tiere ohne Kopf richtig ganz dasselbe, was der Mensch mit seinem Kopf und was die höheren Säugetiere mit ihrem Kopf machen.
[ 7 ] Don't you see: When we go down from mammals to lower animals, these lower animals—without a head—actually do exactly the same thing that humans do with their heads and that higher mammals do with theirs.
[ 8 ] Nun müssen wir uns jetzt aber ganz klar darüber sein, was da eigentlich vorliegt. Es ist also damit etwas erwiesen. Erwiesen ist, daß wir zu alledem, wenn wir selber hier einen Schmerz haben, die Hand aufheben und uns reiben, dazu den Kopf nicht brauchen, denn das kann der Frosch ohne Kopf tun. Das ist also damit erwiesen, daß man das ohne Kopf tun kann. Wir haben also durchaus den Kopf nicht dazu, daß wir uns kratzen; wir haben den Kopf nicht dazu, daß wir gehen, laufen. Denn die Schildkröte oder der Frosch, die laufen ohne Kopf. Also zum Gehen brauchen wir gar nicht den Kopf. Wir können zwar die Geschichte von der Fabel nicht ganz erfüllen, die mit dem faulen Hans, die Sie ja kennen, der zu faul war zum Gehen, aber sehr fleißig war beim Essen. Da hat ihm einmal einer geraten, er solle mit dem Maul gehen und mit den Füßen essen, um sich eine andere Gewohnheit anzueignen. Das geht natürlich nicht, aber die Sache ist doch so, daß wir zum Gehen den Kopf absolut nicht brauchen. Auch zum Händebewegen brauchen wir unseren Kopf nicht. Wozu braucht denn der Mensch und die höheren Tiere den Kopf? Was ist der Unterschied — jetzt in bezug auf den Kopf - zwischen dem Menschen und den höheren Tieren gegenüber den niederen Tieren? Ja, der Unterschied ist der, daß die höheren Tiere und die Menschen sterben, wenn sie ihren Kopf nicht haben, aber der Frosch, die Schildkröte und alle niederen Tiere leben bleiben. Wenn Sie noch niederere Tiere nehmen, zum Beispiel Würmer — die können Sie in der Mitte auseinanderschneiden -, da fängt überhaupt jede Tierhälfte für sich an zu laufen. Also Sie sehen, den Kopf braucht man absolut nicht zu demjenigen, was eigentlich der Körper tut. Aber das Schlimme ist halt das, daß man den Kopf braucht zum Leben als höheres Tier oder als Mensch. Man braucht ihn zum Leben. Und da man ihn zum Leben braucht, so stirbt man, wenn man ihn nicht mehr hat. Nicht, weil man keinen Kopf hat, reibt man sich nicht mehr die Säure ab, wenn man als Mensch damit bestrichen wird, sondern weil man stirbt ohne Kopf. Der Mensch reibt sich nicht mehr die Säure ab, wenn er keinen Kopf mehr hat. Der Mensch hätte sich anders benommen, wenn er einen Angelhaken verschluckt hätte und ihm der Kopf abgeschnitten worden wäre. Überhaupt wäre schon vorher etwas anderes passiert als bei der Schildkröte.
[ 8 ] Now, however, we must be absolutely clear about what is actually going on here. So this proves something. It proves that, on top of everything else, when we ourselves feel pain here, we raise our hand and rub the spot—and we don’t need our head to do that, because a headless frog can do the same thing. So this proves that one can do that without a head. We certainly do not need our heads to scratch ourselves; we do not need our heads to walk or run. After all, the turtle or the frog can run without a head. So we do not need our heads at all to walk. Admittedly, we can’t quite live up to the fable about Lazy Hans—which you’re surely familiar with—who was too lazy to walk but very diligent when it came to eating. Someone once advised him to walk with his mouth and eat with his feet in order to develop a different habit. Of course, that’s not possible, but the point is that we absolutely do not need our heads to walk. Nor do we need our head to move our hands. What, then, do humans and higher animals need their heads for? What is the difference—now with regard to the head—between humans and higher animals compared to lower animals? Well, the difference is that higher animals and humans die if they don’t have their heads, but the frog, the turtle, and all lower animals continue to live. If you take even lower animals, for example worms—you can cut them in half—and then each half of the animal starts moving on its own. So you see, you don’t need the head at all for what the body actually does. But the problem is that you do need the head to live as a higher animal or as a human. You need it to live. And since you need it to live, you die if you no longer have it. It’s not because you don’t have a head that you can no longer wipe off the acid when you’re smeared with it as a human—it’s because you die without a head. A human no longer wipes off the acid when he no longer has a head. A human would have behaved differently if he had swallowed a fishhook and his head had been cut off. In any case, something different would have happened even before that, unlike with the turtle.
[ 9 ] Da können wir also sagen: Bei den höheren Tieren und bei dem Menschen ist alles das, was mit dem Kopf zusammenhängt, gar nicht die Ursache, daß wir mit unserem Körper die Bewegungen ausführen, sondern dem Kopf danken wir lediglich, daß wir leben. Wenn wir ihn nicht mehr haben, leben wir eben nicht mehr. Also das Leben sitzt im Kopf bei den höheren Tieren. Bei den niederen Tieren, da sitzt das Leben eben in allen einzelnen Gliedern des Körpers.
[ 9 ] So we can say: In higher animals and in humans, everything related to the head is not at all the reason we perform movements with our bodies; rather, we owe it solely to the head that we are alive. If we no longer have it, we simply no longer live. Thus, in higher animals, life resides in the head. In lower animals, however, life resides in each individual limb of the body.
[ 10 ] Nun will ich Ihnen aber noch etwas anderes sagen, woraus Sie sehen können, daß wiederum auch zwischen den höheren Tieren und zwischen dem Menschen ein großer Unterschied ist in bezug auf all das, was diesem Kopf und dieser ganzen Organisation angehört.
[ 10 ] But now I would like to tell you something else from which you can see that there is, once again, a great difference between higher animals and human beings with regard to everything pertaining to the head and the entire organism.
[ 11 ] Sie haben gewiß schon diese etwas unangenehme Erkrankung bei den Kindern kennengelernt, die man Keuchhusten nennt; Krampfhusten nennt man es in einzelnen Gegenden. So für das momentane Kindesalter ist eigentlich der Krampfhusten nicht so etwas Schlimmes, denn er wird in der Regel wieder gut. Das Schlimme ist eigentlich dasjenige, was zurückbleibt, wenn man sich nicht ordentlich benimmt - also die Ärzte oder wer sonst dafür verantwortlich ist -, während der Keuchhusten, der Krampfhusten da ist. Da kann nämlich das Folgende geschehen. Worin besteht der Keuchhusten? Der Keuchhusten besteht nämlich darin, daß die Einatmung immer ordentlich bleibt - Sie können ein Kind haben mit noch so starkem Keuchhusten: es atmet ordentlich ein; das kann man konstatieren, wenn man die Sache untersucht -; wenn nun aber die Luft bei der Ausatmung wieder heraus will, da bleibt sie stocken, da geht sie nicht wieder ordentlich heraus, und da kommt dann der Hustenanfall. Und weil die Luft nicht ordentlich heraus kann, kann keine frische Luft herein, und dadurch kommt dieser Keuchkusten; darin besteht er.
[ 11 ] You have certainly already encountered this somewhat unpleasant illness in children, known as whooping cough; in some regions, it is called spasmodic cough. For children of this age, spasmodic cough is actually not that serious, since it usually resolves on its own. The real problem is actually what remains if proper care isn’t taken—that is, by doctors or whoever else is responsible—while whooping cough is present. Here’s what can happen. What exactly is whooping cough? Whooping cough is characterized by the fact that inhalation always proceeds normally—you can have a child with even the most severe whooping cough: they inhale normally; you can confirm this by examining the child—but when the air tries to come out during exhalation, it gets stuck; it doesn’t come out properly, and that’s when the coughing fit occurs. And because the air cannot come out properly, fresh air cannot come in, and that is what causes this whooping cough; that is what it consists of.
[ 12 ] Was liegt aber da zugrunde, wenn das Kind Keuchhusten bekommt? Sehen Sie, da liegt das zugrunde, daß die innere Schleimhaut von dem Atmungswerkzeug, von diesen Röhren, die nach der Lunge und wieder heraus gehen, furchtbar empfindlich wird. Wenn die Luft hereingeht, da geht sie auch über die empfindlichen Stellen weg, denn da drinnen ist der Brustkasten leer, und in die Leere können Sie immer Luft eingießen. Da brauchen Sie nur an die Luftpumpe zu denken. Die Luftpumpe besteht ja darin, daß man hier einen Glassturz hat (es wird gezeichnet); aus dem pumpt man die Luft aus. Jetzt ist er luftleer. Da kann man dann zuerst eine unterstützende Öffnung haben. Wenn man jetzt den Stöpsel herausnimmt, dann schießt mit einem Pfiff die Luft herein. Da braucht unter dem Glassturz gar nichts anderes da zu sein als leerer Raum. Wenn unsere Luft ausgeatmet ist, so ist in unserer Lunge der luftleere Raum; also schießt die Luft von selber herein. Es ist nicht irgendwie etwas Besonderes zu veranstalten, daß man die Luft hereinkriegt. So braucht man sich nicht zu wundern, daß durch die empfindliche Luftröhre eben auch die Luft hereinschießt, denn die Luft spürt das nicht, Aber wenn Sie aus der Luftpumpe die Luft wieder heraus haben wollen, da müssen Sie etwas tun, da müssen Sie sie herauspumpen. Ebenso müssen Sie die Luft herausstoßen, die drinnen ist in der Lunge. Nun sind aber die Atmungsröhren beim Kind empfindlich geworden. Sie sind geradeso empfindlich, wie wenn man sich irgendwo aufkratzt. So ist das Innere der Atmungsröhren ein bißchen aufgekratzt, sie sind empfindlich. Statt daß nun der Willensstoß, der die Luft heraustreibt, die Luft herausbringt, kratzt er an der Luftröhre, beschäftigt sich, statt mit dem Heraustreiben der Luft, mit dem Kratzen an der empfindlichen Stelle. Sehen Sie, während das Kind kratzen will, vergißt es, die Luft herauszutreiben, und dann stockt die Luft drinnen. Dann kommen diese Stöße vom Keuchhusten. Dann will der Körper gewaltsam die Luft heraustreiben, während im Leben das, was ich Ihnen neulich den Astralleib genannt habe, die Luft herausstößt. Da können Sie genau unterscheiden, wenn Sie ein Kind mit Krampfhusten anschauen, wo der physische Leib ist und wo der Astralleib ist. Wenn das Kind keinen Krampfhusten hat, stößt der Astralleib die Luft heraus; der Körper wird gar nicht belästigt. Wenn es Keuchhusten hat, ist da eine empfindliche Stelle. Der astralische Leib will wegkratzen; der physische Leib muß erst in Aktion kommen und muß krampfhaft die Luft ausstoßen. Dadurch kann sogar eine Verkrampfung zustande kommen, und daraus kann wieder eine Folgekrankheit entstehen.
[ 12 ] But what is the underlying cause when a child gets whooping cough? You see, the underlying cause is that the inner lining of the respiratory tract—those tubes that lead into the lungs and back out again—becomes extremely sensitive. When air flows in, it also passes over these sensitive areas, because the chest cavity is empty inside, and you can always fill that emptiness with air. Just think of an air pump. An air pump consists of a glass dome here (it is drawn); you pump the air out of it. Now it is empty of air. You can then start by creating a small opening. When you remove the stopper, the air rushes in with a whoosh. There doesn’t need to be anything else under the glass dome except empty space. When we exhale, our lungs become an airless space; so the air rushes in on its own. There’s nothing special you need to do to get the air in. So you shouldn’t be surprised that air also rushes in through the sensitive windpipe, because the air doesn’t sense that. But if you want to get the air out of the air pump again, you have to do something—you have to pump it out. Likewise, you must expel the air that is inside the lungs. But now the child’s airways have become sensitive. They are just as sensitive as when you scratch yourself somewhere. So the inside of the airways is a little scraped open; they are sensitive. Instead of the volitional impulse that expels the air actually driving the air out, it scratches at the windpipe; instead of expelling the air, it focuses on scratching the sensitive spot. You see, while the child is trying to scratch, it forgets to expel the air, and then the air gets stuck inside. That’s when those spasms characteristic of whooping cough occur. Then the body tries to force the air out, whereas in normal life, what I recently called the astral body expels the air. When you look at a child with whooping cough, you can clearly distinguish where the physical body is and where the astral body is. When the child does not have whooping cough, the astral body expels the air; the physical body isn’t affected at all. When the child has whooping cough, there is a sensitive spot. The astral body wants to clear it away; the physical body must first spring into action and forcefully expel the air. This can even lead to muscle spasms, which in turn can result in a secondary illness.
[ 13 ] Sie sehen also, es ist durchaus nicht so, daß man sagen kann, der physische Körper macht alles. Da kann man den Keuchhusten nie verstehen. Wenn einer Keuchhusten bekommen hat, da ist etwas Merkwürdiges vorzustellen. Da ist vorzustellen: Wie ist denn da eigentlich sein Astralleib geworden? Sein Astralleib ist kopflos geworden, nämlich so, wie beim Frosch der andere Teil des Astralleibes! Wie der Frosch mit seinem Bein wetzt, so wetzt der Astralleib innerlich in den Luftröhren, und der physische Körper, der muß sich dann der Luft entledigen. Man kann das also ganz genau unterscheiden.
[ 13 ] So you see, it is by no means the case that one can say the physical body does everything. Otherwise, one could never understand whooping cough. When someone has contracted whooping cough, there is a strange mental image to consider. One must ask: What actually happened to his astral body? Their astral body has become headless—just like the other part of the astral body in a frog! Just as a frog flaps its legs, so the astral body flaps internally within the windpipes, and the physical body is then forced to expel the air. So one can distinguish this very clearly.
[ 14 ] Nun können Sie aber doch sagen: Gib uns irgendeinen Beweis dafür, daß da wirklich der Astralleib, also das Seelische, beteiligt ist. Da will ich Ihnen erzählen, was passieren kann, wenn ein Kind Keuchhusten gehabt hat und also empfindliche Stellen in den Luftröhren hat und immer dann der astralische Leib das abputzen will, das Kind also diese Krampfanfälle bekommt. Nehmen Sie einmal an, während das Kind den Keuchhusten gehabt hat, hätten die Eltern eine Katze gekauft, oder eine Katze sei zugelaufen - ich erzähle Ihnen durchaus erwas, was oft vorkommt. Während das Kind Keuchhusten hatte, haben die Eltern eine Katze oder einen Hund gekauft. Dadurch ist das Kind empfindlich geworden für die ausgeatmete Luft von Hund oder Katze. Es wär es nicht geworden, wenn es nicht gerade diese empfindliche Stelle gehabt hätte. Jetzt ist es empfindlich geworden während des Keuchhustens. Nun, der Keuchhusten heilt ab, aber es bleibt etwas Merkwürdiges manchmal zurück. Wenn das Kind bisher nicht an die Katze gewöhnt ist, und eine Katze kommt ins Haus während des Keuchhustens des Kindes, da bleibt das zurück, daß dann das betreffende Kind etwas bekommt — wenn es gerade geheilt ist, tritt es nicht gleich auf, aber es tritt später dasjenige auf, was man Asthma nennt, eine sich immerfort wiederholende Atemnot.
[ 14 ] But now you might say: Give us some proof that the astral body—that is, the soul—is really involved here. Let me tell you what can happen when a child has had whooping cough and therefore has sensitive areas in the windpipe, and every time the astral body tries to clear that out, the child experiences these convulsive fits. Suppose, for example, that while the child had whooping cough, the parents bought a cat, or a cat wandered into their home—I’m telling you something that happens quite often. While the child had whooping cough, the parents bought a cat or a dog. As a result, the child became sensitive to the exhaled breath of the dog or cat. This wouldn’t have happened if the child hadn’t had that particular sensitivity at the time. Now the child has become sensitive during the whooping cough. Well, the whooping cough heals, but sometimes something strange remains. If the child wasn’t already accustomed to cats, and a cat comes into the house while the child has whooping cough, the result is that the child develops a condition—it doesn’t appear immediately after recovery, but later on, what is known as asthma, a recurring shortness of breath.
[ 15 ] Nun, wenn diese Atemnot auftaucht - Asthma ist ja etwas, was periodisch auftaucht, es kommt und geht —, dann kann man untersuchen, und man findet manchmal etwas Merkwürdiges. Bei einem Mann kommt zum Beispiel gerade das Asthma, und man weiß zunächst nicht, woher. Wenn man aufmerksam ist, entdeckt man, wenn eine Katze in seiner Nähe oder im Zimmer ist, wird er wiederum vom Asthma befallen. Tut man die Katze weg, heilt das Asthma wieder. Da, schen Sie, wird er erinnert, und er braucht dazu nicht seinen Kopf. Er braucht gar nicht zu wissen, daß die Katze im Zimmer ist. Die Katze kann im Zimmer sein, er weiß nichts davon, aber er kriegt das Asthma.
[ 15 ] Well, when this shortness of breath occurs—asthma is, after all, something that occurs periodically; it comes and goes—then you can examine the patient, and sometimes you find something strange. For example, a man might suddenly develop asthma, and at first you don’t know where it’s coming from. If you pay close attention, you’ll notice that whenever a cat is near him or in the room, his asthma flares up again. If you remove the cat, the asthma goes away. There, you see, he is reminded, and he doesn’t need to use his mind for that. He doesn’t even need to know that the cat is in the room. The cat can be in the room—he knows nothing about it—but he still gets asthma.
[ 16 ] Ja, ich kann Ihnen noch einen grandioseren Fall erzählen, einen Fall, der ganz merkwürdig ist. Da hat es einmal ein Kind gegeben, das hatte solch einen Keuchhusten gekriegt, und in der Zeit, in der es den Keuchhusten hatte, wurde gerade im Hause viel Buchweizen gegessen. Dadurch wurde das Kind für Buchweizen besonders empfindlich und kriegte eine Neigung, gewissermaßen ein Talent für Asthma jedesmal, wenn Buchweizen im Zimmer war, ja nur im Hause war. Und da hat sich einmal etwas sehr Merkwürdiges zugetragen, als er schon ein erwachsener Junge war, schon Student der Medizin war. Er wohnte oben im höchsten Stockwerk. Unten im niedersten Stockwerk, zwei Treppen tiefer, da war die Küche. Einmal bekam nun der Junge oben Asthma, furchtbares Asthma. So hatte er es früher immer nur bekommen, wenn Buchweizen im Hause war. Nun war man natürlich furchtbar unglücklich. Man hatte allen Köchinnen verboten, daß sie irgendeine Speise mit Buchweizen machen. Buchweizen sollte gar nicht ins Haus kommen. Was war geschehen? Eine neue Köchin war da, die das nicht gewußt hat. Sie hat unten im Erdgeschoß- Buchweizen gehabt, und der junge Student hat oben im zweiten Stock Asthma bekommen! Solche Dinge schauen aus, wie wenn sie Märchen wären. Sie sind aber durchaus wahr.
[ 16 ] Yes, I can tell you an even more remarkable case—one that’s quite strange. There was once a child who had contracted whooping cough, and during the time the child had whooping cough, a lot of buckwheat was being eaten in the house. As a result, the child became particularly sensitive to buckwheat and developed a tendency—a sort of predisposition—to asthma whenever buckwheat was in the room, or even just in the house. And then something very strange happened once, when he was already a young man, already a medical student. He lived on the top floor. Down on the lowest floor, two flights of stairs below, was the kitchen. One day, the young man upstairs had an asthma attack—a terrible one. That’s exactly how it had always happened before—whenever buckwheat was in the house. Naturally, everyone was terribly distressed. All the cooks had been forbidden to prepare any dish containing buckwheat. Buckwheat was not to be brought into the house at all. What had happened? A new cook had arrived who didn’t know this. She had buckwheat downstairs on the ground floor, and the young medical student developed asthma upstairs on the second floor! Such things seem as if they were fairy tales. But they are absolutely true.
[ 17 ] Und jetzt werden Sie auch begreifen, wie das menschliche Gesundsein und Kranksein mit der ganzen Umgebung überhaupt zusammenhängt. Es ist nicht einerlei für unsere Gesundheit, ob zum Beispiel in unserer Umgebung Ratten sind oder nicht. Sehen Sie, die Geschichte, die ich Ihnen erzählt habe von den Katzen, die kennt man so genau — für Katzen sind nämlich gerade die menschlichen Luftorgane von großer Empfindlichkeit —, daß es sogar einen Namen dafür gibt in der Medizin. Sie finden in den medizinischen Büchern durchaus den Namen «Katzenasthma». Das ist das Asthma, das Leute kriegen, wenn Katzen in der Nähe sind. Es gibt natürlich viele Arten von Asthma.
[ 17 ] And now you will also understand how human health and illness are connected to the entire environment. It does make a difference to our health whether, for example, there are rats in our environment or not. You see, the story I told you about cats—which is so well known—is that cats are particularly sensitive to human respiratory organs—in fact, there’s even a name for it in medicine. You’ll definitely find the term “cat asthma” in medical books. This is the asthma that people get when cats are nearby. Of course, there are many types of asthma.
[ 18 ] Die Sache ist doch wirklich so, daß man sagen muß: Für den normalen Menschen ist oftmals ein Hund oder eine Katze oder gar der Buchweizen, wenn sie in der Nähe sind, etwas ganz Selbstverständliches. Das macht nur einen Eindruck auf sein Seelisches. Wenn aber irgendwo das Seelische nicht in Ordnung ist, dann macht es ganz unbewußt einen Eindruck auf sein Seelisches. Was ist denn nun eigentlich geschehen mit einem Menschen, der entweder Katzenasthma oder Buchweizenasthma bekommt?
[ 18 ] The fact is, one really has to say: For the average person, a dog or a cat—or even buckwheat, if they are nearby—is often something completely taken for granted. This has no effect on their psyche. But if something is not right in their psyche, then it makes an impression on their psyche completely unconsciously. So what actually happens to a person who develops either cat asthma or buckwheat asthma?
[ 19 ] Nun, sehen Sie, der Keuchhusten kann in folgender Weise wieder geheilt werden. Nehmen wir an, man ist ein Kind, hat eine empfindliche Luftröhre; die Luftröhre und die Bronchien und Bronchiolen sind irgendwie durch Kohlenstaub etwas aufgeritzt. Dadurch kann ja gleich der Keuchhusten entstehen. Solche Sachen entstehen von ganz winzigen Kleinigkeiten. Das Kind hat also aufgeritzte Luftröhren. Was geschieht, wenn in dieser Weise eine Körperstelle verletzt ist? Das können Sie ja sehen, wenn Sie sich schneiden. Wenn da bloß ein physischer Körper wäre, da würde Ihnen das ja doch nicht weh tun können. Denken Sie sich, Sie ziehen einen recht dicken Handschuhfinger ab. Sie können den Handschuh ganz so bilden wie die Haut. Da können Sie hereinschneiden, es tut Ihnen nicht weh. Aber warum tut Ihnen die Hand weh, wenn Sie sich hereinschneiden? Ja, die Hand tut Ihnen weh, weil da außerdem, daß der physische Körper da ist, noch der Astralleib drinnen ist. Der Astralleib ist gewöhnt, drinnen zu sein. Wenn Sie nun in den physischen Körper hereinschneiden - den Astralleib, den können Sie nicht zerschneiden; jetzt merkt der auf einmal: Donnerwetter, da ist kein physischer Leib! Das paßt nicht zusammen! Das tut weh. Denn weh tun kann einem nur das, was der astralische Leib ist. Das tut weh, bis es wieder zusammengeheilt ist.
[ 19 ] Well, you see, whooping cough can be cured in the following way. Let’s say you’re a child with a sensitive windpipe; the windpipe, bronchi, and bronchioles are somewhat scratched by coal dust. That can immediately cause whooping cough. Things like this arise from very tiny things. So the child has scratched tracheas. What happens when a part of the body is injured in this way? You can see that when you cut yourself. If there were only a physical body, it wouldn’t be able to hurt you at all. Imagine you’re pulling off a fairly thick glove finger. You can shape the glove just like skin. You can cut into it, and it won’t hurt you. But why does your hand hurt when you cut into it? Well, your hand hurts because, in addition to the physical body being there, the astral body is also inside. The astral body is accustomed to being inside. Now, if you cut into the physical body—you can’t cut through the astral body—it suddenly realizes: “Good heavens, there’s no physical body here! This doesn’t add up!” That hurts. Because only what constitutes the astral body can cause pain. It hurts until it has healed back together.
[ 20 ] Also die Geschichte liegt doch so, daß da, wo etwas verletzt ist, der astralische Leib sich selbst überlassen wird. Er kommt heraus aus dem physischen Leib.
[ 20 ] So the story is actually this: wherever there is an injury, the astral body is left to its own devices. It emerges from the physical body.
[ 21 ] Nun denken Sie sich, man bekommt diese Ritze, diesen Schrund da drinnen in der Luftröhre; da wird der astralische Leib etwas frei in der Luftröhre. Nun kann die Heilung so geschehen, wenn man ganz vorsichtig heilt: Sagen wir, man hat ein keuchhustendes Kind, man legt es zuerst ins Bett und läßt es ordentlich schwitzen - man kann das Schritt für Schritt beobachten —, man legt also das Kind ins Bett, da kommt es in Hitze. Mit der Hitze vereinigt sich der astralische Leib leicht, mit der Kälte schwer. Wenn Sie es draußen oder nur im kalten Zimmer herumlaufen lassen, da kann der astralische Leib nicht an den physischen Leib heran, weil die Wärme nicht da ist. Wenn Sie das Kind aber besonders warm einpacken — die Leute machen das instinktiv; oftmals binden sie einen Strumpf um den Hals herum, der die Wärme zusammenhält —, da fängt der Astralleib an, von der Wärme angezogen zu werden. Von etwas anderem, von Wasser und Luft, wird der astralische Leib nicht angezogen, aber von der Wärme wird er angezogen. Wenn Sie also auf diese Weise eine Zeitlang das Kind haben liegen lassen, und der astralische Leib ist von der Wärme immer angezogen worden, dann hat er sich wieder gerichtet nach dem Glied hier. Dann müssen Sie einen Lappen nehmen und auf den Lappen etwas warmes Wasser geben, in dem ein paar Tropfen Zitronensaft drinnen sind, und den Lappen herumlegen. Das zieht zusammen dasjenige, was da aufgeritzt ist, und das nimmt dann wiederum den astralischen Leib auf, und Sie können den Keuchhusten gut abheilen. Sie müssen das alles nur richtig der Reihe nach machen.
[ 21 ] Now imagine this: you get this crack, this fissure inside the windpipe; this causes the astral body to become somewhat loose within the windpipe. Now, healing can take place this way if one proceeds very carefully: Let’s say you have a child with whooping cough; first, you put the child to bed and let it sweat properly—you can observe this step by step—so you put the child to bed, and it begins to run a fever. The astral body unites easily with heat, but with difficulty with cold. If you let the child run around outside or even just in a cold room, the astral body cannot approach the physical body because the warmth is not there. But if you wrap the child up especially warmly—people do this instinctively; they often tie a stocking around the child’s neck to trap the warmth—then the astral body begins to be drawn toward the warmth. The astral body is not drawn to anything else—such as water or air—but it is drawn to warmth. So if you let the child lie there like this for a while, and the astral body has been continually drawn to the warmth, it will have realigned itself with this limb here. Then you must take a cloth, pour some warm water mixed with a few drops of lemon juice onto it, and wrap the cloth around the area. This will draw together the incision, which in turn will absorb the astral body, and you can effectively cure the whooping cough. You just have to do all of this in the correct order.
[ 22 ] Beim Heilen kommt es eben darauf an, daß man den ganzen Menschen durchschauen kann, und daß man die Dinge richtig der Reihe nach macht. - Und dann muß man während der ganzen Prozedur schr dafür sorgen, daß das Kind nicht erschrickt. Denn wenn das Kind erschrickt, dann kommt immer der astralische Leib etwas heraus, und dadurch machen Sie die ganze Heilprozedur wiederum rückgängig.
[ 22 ] When it comes to healing, what matters is being able to see through the whole person and doing things in the right order. - And then, throughout the entire procedure, you must take great care to ensure that the child does not get frightened. For if the child gets frightened, the astral body always emerges slightly, and this in turn reverses the entire healing process.
[ 23 ] Nun, wenn man also richtig heilt, dann kann der Keuchhusten ablaufen und das Kind kriegt später kein Asthma. Wenn man aber verkehrt heilt, dann heilen zwar diese «Schrunden» in der Luftröhre und in den Bronchien und Bronchiolen zusammen, das Kind ist scheinbar gesund, aber der astralische Leib ist nicht ganz hereingegangen, bleibt immer ein bißchen draußen. Wenn der Mensch nun sehr schwächlich ist, wenn das Kind ein Schwächling ist, dann kriegt es gleich Asthma, weil immer nicht ordentlich ausgeatmet wird. Es ist ja jetzt der Astralleib zu wenig dabei. Der Astralleib, der da draußen ist, der kann sich nicht ordentlich an der Ausatmung beteiligen. Aber wenn das Kind etwas stärker ist, so benützt es eben den anderen Teil vom astralischen Leib, und die Folge davon ist, daß erst dann, wenn im Leben wiederum eine neue Krankheit auftritt, zum Beispiel wenn das Kind später Grippe kriegt oder so etwas, sich der übrige astralische Leib als zu schwach erweist, und dann kriegt das Kind Asthma.
[ 23 ] Well, if you treat it correctly, then whooping cough can run its course and the child won’t develop asthma later on. But if one treats it incorrectly, these “cracks” in the trachea, bronchi, and bronchioles do heal, and the child appears healthy—yet the astral body has not fully integrated; it always remains slightly outside. If the person is very frail—if the child is frail—then they immediately develop asthma because they never exhale properly. After all, the astral body is not sufficiently present. The part of the astral body that remains outside cannot properly participate in exhalation. But if the child is somewhat stronger, it simply uses the other part of the astral body, and the result is that only when a new illness arises later in life—for example, if the child later gets the flu or something similar—does the remaining astral body prove to be too weak, and then the child develops asthma.
[ 24 ] Auf diese Weise können Sie gut in den Menschen eindringen. Sie bekommen heraus, wann das Seelische eingreift und wann nicht.
[ 24 ] This way, you can really get inside people. You can figure out when the soul is at work and when it isn't.
[ 25 ] Aber schauen Sie sich jetzt so einen Menschen mit Asthma an. Da arbeiter ja der astralische Leib. Der kratzt fortwährend innerlich, wie der Frosch äußerlich kratzt, wenn man ihn mit der Säure benetzt. Sehen Sie, da haben Sie die Geschichte, meine Herren, da haben Sie den astralischen Leib, der sich verhält wie ein Frosch, wie eine Schildkröte. Wir können geradezu an den niederen Tieren studieren, wie unser astralischer Leib sich verhält. Wenn der Kopf beteiligt sein könnte bei dieser Tätigkeit des astralischen Leibes, dann würde das ganz anders verlaufen. Da können wir eben mit dem Kopf nicht heran. Das ist die Geschichte, daß wir mit dem astralischen Leib noch nicht Mensch sind. Wir sind mit unserem physischen Leib Mensch auf der Erde, aber mit unserem astralischen Leib sind wir nicht Mensch auf der Erde.
[ 25 ] But now take a look at a person with asthma. That’s the astral body at work. It’s constantly scratching internally, just as a frog scratches externally when you splash acid on it. You see, there you have it, gentlemen; there you have the astral body, which behaves like a frog, like a turtle. We can actually study how our astral body behaves by observing lower animals. If the head could be involved in this activity of the astral body, then things would proceed quite differently. But we simply cannot access it with our head. That is the point: with our astral body, we are not yet human. With our physical body, we are human on Earth, but with our astral body, we are not human on Earth.
[ 26 ] Was kommt dadurch zustande? Ja, dadurch benimmt sich auch dieser astralische Leib wie ein unvollkommenes Wesen. Auf tierische Art benimmt er sich. Denken Sie also, Sie erziehen einen Menschen dadurch, daß er, sagen wir, fortwährend geprügelt wird. Es ist nämlich merkwürdig, wie verbreitet noch dieses Prügelerziehen ist. Da gibt es heute einen Menschen — der ist mir sonst nicht sympathisch, er ist mir langweilig, aber er ist sehr interessant. Er ist auch in Europa herumgereist, er war auch in Basel, der Rabindranath Tagore, der die Leute heute berückt. Nicht wahr, so ein Asiate, der ist was anderes; da laufen sie hin! Ein Europäer könnte ja viel mehr leisten; aber ein Asiate, das interessiert sie, das ist ein seltenes Tier! Sehen Sie, der hat jetzt seine Lebensbeschreibung gegeben. Die Lebensbeschreibung ist eigentlich auch langweilig; aber es ist doch sehr wichtig, die ersten Kapitel dieser Lebensbeschreibung zu lesen. Da erzählt er nämlich, wie er eigentlich von allen immer geprügelt worden ist. Gerade ein Mensch, der also jetzt einer der gelehrten Asiaten, der gelehrten Inder ist, überall in Europa herumreist, erzählt, daß die ganze Erziehung eigentlich darauf angelegt war, die Kinder fortwährend zu verprügeln. Also das ist nicht bloß eine europäische Eigentümlichkeit. Gerade aus dieser Lebensbeschreibung ersieht man, daß die Asiaten auch furchtbar verprügelt worden sind.
[ 26 ] What is the result of this? Well, it causes even this astral body to behave like an imperfect being. It behaves in an animalistic way. So imagine you are “educating” a person by, say, constantly beating them. It is, in fact, remarkable how widespread this kind of “spanking education” still is. There is a man today—I don’t usually find him likable; he bores me—but he is very interesting. He has also traveled around Europe; he was even in Basel: Rabindranath Tagore, who captivates people today. Isn’t it true that an Asian like that is something else entirely; everyone rushes to see him! A European could certainly achieve much more; but an Asian—that’s what interests them—he’s a rare breed! You see, he has now published his autobiography. The autobiography is actually rather boring as well; but it is nevertheless very important to read the first chapters of this autobiography. There he recounts, in fact, how he was constantly beaten by everyone. Precisely a man who is now one of those learned Asians, one of those learned Indians, traveling all over Europe, recounts that the entire educational system was actually designed to constantly beat the children. So this isn’t just a European peculiarity. Precisely from this autobiography, one can see that Asians, too, were terribly beaten.
[ 27 ] Nun, nicht wahr, der Tagore ist dann Dichter geworden, alles mögliche geworden, dadurch kommt das jetzt nicht mehr so klar zum Vorschein. Aber wenn einer als Kind fortwährend verprügelt wird, dann wirkt das nicht bloß — gerade weil der Kopf nicht fortwährend tätig ist beim Kind -, auf den physischen Leib, sondern das wirkt auf den astralischen Leib. Und die Folge davon ist, daß der astralische Leib wird wie ein verprügelter Hund. Sie können ganz genau einen verprügelten Hund von einem liebevoll aufgezogenen Hund unterscheiden. So ist es aber auch beim Menschen. Beim Menschen ist es auch so, daß wenn er als Kind verprügelt wird — das spätere Leben mag ihn ein bißchen couragierter machen, aber sein astralischer Leib bleibt verprügelt das ganze Leben hindurch, weil der noch auf der tierischen Stufe steht.
[ 27 ] Well, isn’t it true that Tagore went on to become a poet, became all sorts of things, and as a result, this aspect no longer comes across so clearly. But if a child is constantly beaten, this affects not only the physical body—precisely because the child’s mind is not constantly active—but also the astral body. And the result is that the astral body becomes like a beaten dog. You can tell the difference between a beaten dog and a lovingly raised dog very clearly. It is the same with human beings. It is also true of human beings that if they are beaten as children—later life may make them a little more courageous—their astral body remains battered throughout their entire life, because it is still at the animal level.
[ 28 ] Ja, sehen Sie, meine Herren, da werden Sie aber gewahr, wie in diesen astralischen Leib nicht nur die physischen Prügel hineingehen. Die physischen Prügel erzeugen höchstens Striemen. Der physische Eindruck ist es nicht, der den astralischen Leib verprügelt macht, sondern der moralische Eindruck. In diesem astralischen Leib tragen wir unseren moralischen Eindruck vom ganzen Erdenleben mit. Und es ist schon so: Der eine ist verprügelt worden in der Kindheit; er hat später einen astralischen Leib wie ein verprügelter Hund. Der andere hat seine Erzieher verprügelt — es gibt ja auch solche -, der hat einen astralischen Leib wie ein Löwe. Man schaut innerlich so aus - man könnte auch sagen, seelisch, sagen wir astralisch, weil seelisch schon ein ganz abstraktes Wort geworden ist und die Leute sich nichts mehr dabei denken -, man wird innerlich astralisch so, daß man die eine oder die andere Gestalt bekommt, je nachdem man moralische Eindrücke im Leben gehabt hat.
[ 28 ] Yes, you see, gentlemen, this is where you realize that it is not only physical beatings that affect the astral body. Physical beatings cause, at most, welts. It is not the physical impact that leaves the astral body battered, but the moral impact. In this astral body, we carry with us our moral imprint of our entire earthly life. And it is indeed true: one person was beaten as a child; later on, he has an astral body like that of a beaten dog. Another person beat his teachers—there are such people, after all—and he has an astral body like that of a lion. One looks inwardly like this—one could also say, in terms of the soul, or let’s say astral, because “soul” has already become a very abstract word and people no longer associate any meaning with it—one becomes inwardly astral in such a way that one takes on one form or the other, depending on the moral impressions one has had in life.
[ 29 ] Aber das ist in dem ganzen Leben so. Wenn einer eine Sklavennatur ist, so nimmt er alles in einer anderen Weise hin, als wenn einer eine freie, selbständige Natur ist. Wenn einer eine Sklavennatur ist, läßt er sich alles gefallen. Dann wird sein astralischer Leib gebückt, wird schon dadurch etwas Hündisches. Wenn einer eine freie Natur ist, läßt er sich nicht alles gefallen. Sein astralischer Leib wird doch gerade dadurch etwas menschenähnlich. Da sehen wir hinein, wie es eigentlich während des Erdenlebens mit dem Menschen zugeht.
[ 29 ] But that is true of life as a whole. If a person has a servile nature, he accepts everything differently than someone with a free, independent nature. If a person has a servile nature, they put up with everything. Then their astral body becomes stooped, taking on something dog-like simply through that. If a person has a free nature, they do not put up with everything. Their astral body, however, becomes more human-like precisely because of that. There we see what actually happens to a person during their earthly life.
[ 30 ] Aber nun, meine Herren, sterben wir. Wir haben es uns ja begreiflich gemacht; da sinkt von uns ab nur der physische Leib. Der geht weg. Aber diese Gestalt, die ich hier jetzt geschildert habe, die bleibt. Mit der gehen Sie durch den Tod. Und derjenige, der sich ein höheres Wissen angeeignet hat durch die Mittel, die ich beschrieben habe, und die besonders beschrieben sind in meinem Buche: «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», der kann nun genau unterscheiden, mit welchem Charakter ein Mensch durch den Tod geht. Da ist der moralische Eindruck des Lebens drinnen. Nun müssen Sie in die Welt hineingehen, aus der heraus Sie das nächste Erdenleben bilden.
[ 30 ] But now, gentlemen, we are dying. We have made this clear to ourselves; only the physical body is falling away from us. It is departing. But this form, which I have now described here, remains. You will pass through death with it. And anyone who has acquired higher knowledge through the methods I have described—which are described in detail in my book, *How Does One Attain Knowledge of the Higher Worlds?*—can now distinguish precisely what kind of character a person carries with them through death. The moral imprint of their life is contained within it. Now you must enter the world from which you will shape your next earthly life.
[ 31 ] Ja, meine Herren, wenn Sie in die Welt, aus der heraus Sie sich das nächste Erdenleben bilden, mit einem Astralleib hineingingen, der durch die Verprügelungen des Lebens entstanden ist, da könnten Sie ein Hund werden. Aber ein Mensch kann kein Hund werden; das ist die Geschichte. Ein Mensch kommt durch den Tod aus dem moralischen Lebenseindruck so, daß er werden könnte irgend etwas, was von seinem moralischen Eindruck herkommt. Ist einer tapfer gewesen, könnte er ein Löwe werden. Vielleicht möchte es manchem Menschen ja angenehm sein, ein Löwe zu werden in einem nächsten Leben. Aber der Mensch kann eben kein Löwe werden, weil er nicht dazu veranlagt ist von der Welt, von dem Kosmos aus. Ein anderer Mensch fühlt sich selber so ein bißchen als Katze; er möchte eine Katze werden.
[ 31 ] Yes, gentlemen, if you were to enter the world from which you shape your next earthly life with an astral body that had been shaped by the hardships of life, you might become a dog. But a human being cannot become a dog; that is the whole story. Through death, a human emerges from the moral impression of their life in such a way that they could become anything derived from that moral impression. If someone has been brave, they could become a lion. Perhaps some people might actually find it pleasant to become a lion in their next life. But a human simply cannot become a lion, because they are not predisposed to it by the world, by the cosmos. Another person feels a bit like a cat; he would like to become a cat.
[ 32 ] Nicht wahr, den Anthroposophen werfen ja die unverständigen Leute vor, daß sie meinen, die Seele fahre hinterher in die Tiere hinein, und die Seelenwanderung solle darin bestehen, daß die Seele hinterher in die Tiere hineinkommt. Das ist natürlich ein Unsinn. Wahr ist davon das, daß der Seele ein Eindruck bleibt davon: man ist löwenhaft, katzenhaft, tigerhaft, krokodilhaft, wenn man gestorben ist. Und da man wieder ein Mensch werden muß, so muß man das erst ablegen. Und das legt man eben ab während dieser Ein-Drittel-Lebenszeit, von der ich Ihnen das letzte Mal erzählt habe. Wenn einer sechzig Jahre alt geworden ist, braucht er dazu zwanzig Jahre. Das ist nicht aus der Luft gegriffen; das weiß man deshalb, weil kurioserweise der Mensch, wenn er nachts in den Schlaf kommt, so wird. Da bereitet er sich nur dazu vor. Und der Schlaf dauert insgesamt ein Drittel des Lebens. Solche ein Drittel des Lebens, solch eine Zeit, die also ein Drittel Lebenszeit einnimmt, braucht er, um sich frei zu machen von diesem moralischen Eindruck.
[ 32 ] Isn’t it true that ignorant people accuse the anthroposophists of believing that the soul follows along and enters into animals, and that the transmigration of souls consists in the soul subsequently entering into animals? That is, of course, nonsense. What is true about this is that the soul retains an impression of it: after death, one is lion-like, cat-like, tiger-like, or crocodile-like. And since one must become human again, one must first shed these qualities. And this is precisely what one sheds during that one-third of one’s life that I told you about last time. When someone has reached the age of sixty, it takes them twenty years to do so. This is not just a figure of speech; we know this because, curiously enough, when a person falls asleep at night, that is exactly what happens. That is simply how they prepare for it. And sleep lasts, in total, one-third of a person’s life. Such a one-third of a person’s life—such a period of time, which thus takes up one-third of one’s lifetime—is what is needed to free oneself from this moral impression.
[ 33 ] Aber, meine Herren, wenn man schläft, weiß man eben nichts von der ganzen Geschichte, die man da durchmacht zwischen dem Einschlafen und Aufwachen. Und das ist gut. Denn dadurch kommt der moralische Eindruck, den man hat, nur ein bißchen als Gewissen durch. Wenn man sich das alles anschauen muß, dann kommt es viel stärker durch.
[ 33 ] But, gentlemen, when you’re asleep, you simply aren’t aware of the whole story that unfolds between falling asleep and waking up. And that’s a good thing. Because that way, the moral impression you have comes through only a little, like a conscience. If you had to watch it all unfold, it would have a much stronger impact.
[ 34 ] Und warum kommt denn das nur ein bißchen als Gewissen durch nach dem Aufwachen, was man da im Schlaf erlebt hat? Weil man im physischen Körper untertaucht, Der verdeckt einem das. Sonst würde man nämlich morgens beim Aufwachen sich erinnern, was einem der Schlaf alles gesagt hat, was man für ein schauderhafter Kerl ist. Während des Schlafes hat man das nämlich alles erfahren. In die Träume spukt es manchmal hinein. Und solche Träume sind ganz besonders interessant zu studieren, in die so etwas hereinspukt, was man eigentlich für ein schauderhafter Kerl ist. Aber im allgemeinen weiß man das nicht. Wenn man aber keinen physischen Körper hat nach dem Tode, da tritt das alles, was im astralischen Leibe ist, ins Ich herein, und im Ich hat man es nun drinnen. Nun muß man durch die ganze Zeit gehen. Wenn man abgelegt hat den astralischen Leib, dann hat man das, was man abgelegt hat, nur im Ich. Aber man kann sich jetzt wiederum reinlich vorbereiten für den richtigen physischen Körper des nächsten Lebens. Das dauert so lange, wie ich es Ihnen das letzte Mal ausgeführt habe.
[ 34 ] And why is it that only a faint sense of what one experienced in sleep comes through as a kind of conscience after waking up? Because one is submerged in the physical body, which obscures it. Otherwise, when waking up in the morning, one would remember everything that sleep had revealed—what a dreadful person one really is. You actually experienced all of that during sleep. It sometimes creeps into your dreams. And such dreams—in which something like that creeps in, revealing just what a dreadful person you really are—are particularly interesting to study. But generally speaking, one is unaware of this. However, when one no longer has a physical body after death, everything that is in the astral body enters the “I,” and one now holds it within the “I.” Now one must go through the entire period. Once one has shed the astral body, what one has shed remains only within the “I.” But one can now, in turn, prepare oneself thoroughly for the proper physical body of the next life. This takes as long as I explained to you last time.
[ 35 ] Also Sie sehen, man braucht nur ordentlich den Menschen anzuschauen, wie er jetzt ist im Erdenleben, dann bekommt man eine ganz richtige Vorstellung, wie diese vier Glieder des Menschen - physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich - zusammenhängen.
[ 35 ] So you see, one need only look closely at human beings as they are now in their earthly lives to gain a very accurate mental image of how these four aspects of the human being—the physical body, the etheric body, the astral body, and the I—are connected.
[ 36 ] Sehen Sie, meine Herren, ich will Ihnen noch etwas sagen: Denken Sie sich, da wäre bei einem Menschen das Herz. Es sitzt also da. Zum Herzen hin gehen zwei Nervenstränge. Die gehen von da hinten aus, gehen da herunter und gehen zum Herzen hin. Da geht einer, und der breitet sich dann aus im Herzen. Dann geht da ein anderer, breitet sich auch aus im Herzen. Jetzt denken Sie sich, ich leite einen elektrischen Strom durch den Nerv. Da kann ich etwas Merkwürdiges wahrnehmen: Das Herz fängt an, immer schneller und schneller zu schlagen. Warum? Weil der elektrische Strom den Nerv erregt, fängt das Herz an, immer schneller und schneller zu schlagen. Der elektrische Strom, der erregt den Nerv.
[ 36 ] Look, gentlemen, I want to tell you something else: Imagine there is a heart inside a person. So it’s sitting there. Two nerve strands lead to the heart. They start from the back, run down, and head toward the heart. One of them goes there and then spreads out within the heart. Then there’s another one that also branches out into the heart. Now imagine that I’m sending an electric current through the nerve. I notice something strange: The heart starts to beat faster and faster. Why? Because the electric current stimulates the nerve, causing the heart to beat faster and faster. The electric current stimulates the nerve.
[ 37 ] Nun denken Sie sich aber, ich elektrisiere nicht diesen Nerv, sondern ich elektrisiere den anderen Nerv, den zweiten. Jetzt könnten Sie glauben, Nerv ist Nerv. Ich elektrisiere da. Und man könnte nun glauben, nicht wahr, das Herz fängt wieder an, schneller und schneller zu schlagen. Es ist aber nicht so. Wenn ich den Nerv hier elektrisiere (den ersten), schlägt das Herz immer schneller und schneller. Wenn ich aber den hier elektrisiere (den zweiten), schlägt das Herz immer langsamer und langsamer. Und wenn ich ihn ganz stark elektrisiere, dann hört das Herz überhaupt zu schlagen auf. Ich muß rasch aufhören, sonst stirbt mir der Mensch am Herzschlag. Dabei ist es so, daß zwischen diesem einen und diesem anderen Nerv gar kein Unterschied ist in der Konstruktion. Konstruiert sind sie beide auf gleiche Art. Ja, was liegt denn da vor?
[ 37 ] But now imagine this: I’m not stimulating this nerve, but rather the other one—the second one. You might think, “A nerve is a nerve. I’m stimulating it there.” And you might assume, right, that the heart would start beating faster and faster again. But that’s not the case. When I apply an electric current to this nerve here (the first one), the heart beats faster and faster. But when I apply an electric current to this one here (the second one), the heart beats slower and slower. And if I apply a very strong current, the heart stops beating altogether. I have to stop quickly, otherwise the person will die of cardiac arrest. Yet the fact is that there is absolutely no difference in the structure between this one nerve and that other one. They’re both structured in the same way. So, what’s going on here?
[ 38 ] Sehen Sie, da ist es dann so: Wenn das da hier elektrisiert ist, dann geht der astralische Leib da herein, regt das Herz an, daß es schneller schlägt, weil ihm gewissermaßen eine Arbeit, die er sonst selber machen muß, vom elektrischen Strom abgenommen wird. Er kann also schneller arbeiten im Herzen. Jetzt nehmen Sie aber an, hier würde elektrisiert (beim anderen Nerv). Jetzt will der Astralleib das Herz schneller bewegen; aber von der anderen Seite wird ihm ein Hindernis in den Weg gesetzt. Sowie er anfangen will, das Herz schneller zu bewegen, kann er nicht durch auf der anderen Seite. Diese Erregung (beim ersten Nerv) nützt ihm, weil es ihm eine Arbeit abnimmt. Diese Erregung (die zweite), die schadet ihm, weil es ihm entgegenkommt. Wenn ich mich hineinbegeben könnte ins Herz und von da aus elektrisieren könnte, dann würde das auch das Herz schneller und schneller schlagen lassen. Wenn ich aber von außen her diesen Nerv elektrisiere, dann kann dieser astralische Leib das Herz nicht bewegen, weil er immer mehr und mehr ein Hindernis hat.
[ 38 ] You see, this is how it works: When this area here is electrified, the astral body enters it and stimulates the heart to beat faster, because the electric current, so to speak, relieves it of a task that it would otherwise have to perform itself. Thus, the heart can work faster. But now suppose this part were electrified (the other nerve). Now the astral body wants to make the heart beat faster; but from the other side, an obstacle is placed in its path. As soon as it tries to make the heart beat faster, it cannot get through on the other side. This stimulation (at the first nerve) benefits it because it relieves it of some work. This stimulation (the second one), however, harms it because it works against it. If I could enter the heart and stimulate it from there, that would also make the heart beat faster and faster. But if I stimulate this nerve from the outside, then this astral body cannot move the heart, because it faces an ever-increasing obstacle.
[ 39 ] Daraus sehen Sie, daß man ganz genau erkennen kann, wie die Dinge sich eigentlich vollziehen am menschlichen Körper, wie der astralische Leib auf der einen Seite geradeso eingreift, wie wenn ich, sagen wir, ein Rad drehen will: da schiebe ich an, da drehe ich weiter; wenn ich aber entgegengesetzt drehe, dann geht es nicht. So ist es beim Herzen, so ist es bei der Lunge, bei jedem Organ. Jedes Organ wird von zwei Seiten aus versorgt mit den Nerven; aber das, was eingreift, das ist der astralische Leib.
[ 39 ] From this you can see that it is possible to recognize quite precisely how things actually take place in the human body, how the astral body intervenes on one side just as if, say, I wanted to turn a wheel: I give it a push here, and I keep turning it; but if I turn it in the opposite direction, it won’t work. It is the same with the heart, the same with the lungs, and the same with every organ. Every organ is supplied with nerves from two sides; but what actually intervenes is the astral body.
[ 40 ] Nun können Sie sagen: Aber ist es nicht vielleicht doch der Kopf, der gerade dann beim astralischen Leib wirkt? - Nein, meine Herren, wenn es der Kopf wäre, so müßten Sie oben beim Kopf elektrisieren. Das würde Ihnen aber gar nichts helfen; Sie müssen elektrisieren von da aus. Wenn Sie den Kopf abschneiden beim astralischen Leib, so trifft es doch immer die Stelle, wie beim Frosch oder der Schildkröte. Sie müssen da elektrisieren, wo noch der Nerv sitzt, den auch der Frosch behält. Medulla oblongata, verlängertes Mark, nennt man diese Stelle. Da müssen Sie elektrisieren, und der Kopf braucht gar nichts zu wissen von dem ganzen.
[ 40 ] Now you might say: But isn’t it perhaps the head that is actually active in the astral body at that very moment? — No, gentlemen, if it were the head, you would have to apply an electric shock at the top, near the head. But that wouldn’t help you at all; you must apply the electric shock from there. If you cut off the head from the astral body, it still affects the same spot, just as it does with a frog or a turtle. You must apply electricity where the nerve is still located—the one that even the frog retains. This spot is called the medulla oblongata, or the elongated medulla. That is where you must apply electricity, and the head need not be aware of any of this at all.
[ 41 ] Es ist übrigens auch aus anderem sehr leicht zu sehen, daß der Kopf nichts zu wissen braucht. Ja, denken Sie, erstens einmal, wenn Sie Ihr Herz vom Kopfe aus schlagen lassen müßten, das wäre eine schöne Geschichte. Das Herz müßte zweiundsiebzigmal in jeder Minute schlagen, da müßten Sie zweiundsiebzigmal in jeder Minute daran denken. Das ginge also schon nicht. Und wenn Sie schlafen, müßte das Herz stille stehen. Also mit dem Kopf ist es bei diesen Bewegungen, die im Innern des Menschen stattfinden, noch nicht getan. Die werden so vollzogen, wie beim Frosch oder wie bei der Schildkröte.
[ 41 ] Incidentally, it’s also very easy to see from other sources that the head doesn’t need to know anything. Yes, just think: first of all, if you had to make your heart beat from your head, that would be quite a story. The heart would have to beat seventy-two times every minute, so you’d have to think about it seventy-two times every minute. That simply wouldn’t work. And when you sleep, your heart would have to stand still. So the mind has no part in these movements that take place within a person. They are carried out just as they are in a frog or a turtle.
[ 42 ] Wenn wir nun Asthma haben, so werden diese inneren Bewegungen krankhaft vollzogen, während sie, wenn wir gesund sind, eben normal vollzogen werden. Sie sehen daraus, daß alles dasjenige, was im Innern des Menschen an Bewegungen und so weiter vor sich geht, unbewußt vor sich geht, geleitet wird vom astralischen Leib.
[ 42 ] When we have asthma, these internal movements occur in a pathological manner, whereas when we are healthy, they occur normally. You can see from this that everything that takes place within a person—movements and so on—occurs unconsciously and is guided by the astral body.
[ 43 ] Und dieser astralische Leib, der ist es, der nach dem Tode gewissermaßen erst dem Ich abgeben muß den moralischen Eindruck, den er von der Welt bekommen hat. Dann kann das Ich wiederum ein menschliches Erdenleben bilden. Diese Jahre nach dem Tode, wo der Mensch so lebt, daß er diese innerliche Astralgestalt, die er während des Lebens bekommen hat, ablegen kann, sind daher so, daß er sich wieder vorbereiten kann zu einem neuen Erdenleben, wo er richtig Mensch sein kann.
[ 43 ] And it is this astral body that, after death, must, so to speak, first convey to the “I” the moral impression it has received from the world. Then the “I” can once again form a human life on Earth. These years after death, during which a person lives in such a way that they can shed this inner astral form they acquired during their lifetime, are therefore a time for them to prepare once more for a new life on Earth, where they can truly be human.
[ 44 ] Und wie bringt man jetzt das ins neue Menschenleben hinein, was man da im vorigen Leben gehabt hat? Ja, sehen Sie, meine Herren, das ist eben so, daß das Kind im Anfang seines Lebens schläft. Würde das Kind bewußt sein, dann könnte es nicht dasjenige, was das Ich da mitgebracht hat, vollziehen; es ist ja nur vom astralischen Leib abgelernt. Im astralischen Leib sitzt das Ich noch drinnen; nur braucht das Ich nicht mitarbeiten vor der Empfängnis, sondern der astralische Leib muß arbeiten, die astralische Welt muß arbeiten, so wie ich es Ihnen neulich erzählt habe, von den Sternen aus. Das Kind muß schlafend hereinkommen, lernt gehen, lernt sprechen, lernt denken. Da gießt es in das Gehen, Sprechen, Denken hinein dasjenige, was der moralische Impuls aus dem vorhergehenden Leben ist und sucht aus. Das ist unser Schicksal.
[ 44 ] And how does one bring into this new human life what one had in the previous life? Well, you see, gentlemen, the fact is that the child sleeps at the beginning of its life. If the child were conscious, it could not carry out what the “I” has brought with it; after all, it has only been weaned from the astral body. In the astral body, the “I” is still present; however, the “I” does not need to be active before conception—rather, the astral body must work, the astral world must work, just as I told you recently, from the stars. The child must enter the world asleep; it learns to walk, learns to speak, learns to think. As it does so, it pours into the acts of walking, speaking, and thinking that which constitutes the moral impulse from its previous life and works it out. That is our destiny.
[ 45 ] Dadurch wird unsere Freiheit nicht beeinträchtigt. Ich glaube, das sagte ich Ihnen schon einmal. Wir tragen unser Schicksal in uns, wir bereiten uns selbst unser Schicksal. Aber unsere Freiheit wird nicht beeinträchtigt, geradesowenig wie unsere Freiheit beeinträchtigt wird dadurch, daß wir schwarze oder blonde Haare, braune oder blaue Augen haben, oder nicht an den Mond greifen können. So wird unsere Freiheit nicht beeinträchtigt dadurch, daß wir aus dem vorigen Erdenleben das oder jenes mitbringen, dies oder jenes als Mensch zu sein. Aber die Menschen sind dadurch verschieden, daß sie sich aus dem vorigen Erdenleben dies oder jenes mitbringen.
[ 45 ] This does not infringe upon our freedom. I believe I’ve told you this before. We carry our destiny within us; we shape our own destiny. But our freedom is not impaired, any more than our freedom is impaired by the fact that we have black or blond hair, brown or blue eyes, or cannot reach the moon. Likewise, our freedom is not impaired by the fact that we bring this or that with us from our previous earthly life—this or that aspect of being human. But people differ in that they bring this or that with them from their previous earthly life.
[ 46 ] Jetzt können Sie sagen: Aber das führt uns ja darauf zurück, daran zu denken, daß wir ewig noch zu weiteren Erdenleben zurückkehren. — Nein, meine Herren, es gab einmal eine Erdenzeit, da ist der Mensch überhaupt nicht weiter gekommen, als wie heute das kleine Kind ist. Da konnte er im Anfang der Erdenzeit, in der Urzeit, noch nicht gehen, noch nicht sprechen, noch nicht denken. Da war er so, daß er, weil die Erde - jetzt erinnern Sie sich an das, was ich Ihnen sonst über die Erde erzählt habe - noch dick war, nicht von Luft umgeben war, sondern von einer dicken Sauce, habe ich Ihnen damals gesagt, nicht gehen zu lernen brauchte. Da trug ihn diese dicke Sauce. Er war auch noch mehr Tier, richtete sich mehr nach seinem astralischen Leib. Er ist in bezug auf den physischen Leib heute Mensch geworden. In bezug auf den astralischen Leib steht er noch auf der Tierstufe, auf der er früher gestanden hat. Da hat er sich nichts mitgebracht, sondern das ist nach und nach entstanden. Indem der Mensch gehen, sprechen, denken gelernt hat, entstand auch das, was sein Schicksal ist. Und wenn der Mensch jetzt wiederum lernt, etwas Geistiges während seines Lebens aufzunehmen, dann gewöhnt er sich auch das Tierische wiederum ab, und dann gewöhnt er sich hinein in eine Welt, in der er nicht mehr auf die Weise wie Gehen, Sprechen, Denken lebt, sondern wieder auf eine andere Weise.
[ 46 ] Now you might say: But that leads us back to the idea that we will continue to return to further earthly lives for all eternity. — No, gentlemen, there was once a time on Earth when human beings had not progressed any further than a small child does today. Back then, at the beginning of Earth’s history, in primeval times, he could not yet walk, speak, or think. He was in such a state that—because the Earth—now remember what I’ve told you before about the Earth—was still thick, not surrounded by air but by a thick sauce, as I told you back then—he did not need to learn to walk. Back then, this thick sauce carried him. He was also more animal-like, guided more by his astral body. In relation to the physical body, he has become human today. In relation to the astral body, however, he still stands at the animal stage where he once stood. He did not bring anything with him from that time; rather, it developed gradually. As the human being learned to walk, speak, and think, what constitutes his destiny also came into being. And when the human being now learns once again to take in something spiritual during his life, he also weans himself off the animal nature, and then he acclimates himself to a world in which he no longer lives in the way of walking, speaking, and thinking, but in a different way.
[ 47 ] Es ist also ein Zwischenraum zwischen diesen zwei Zuständen, und in diesen Zwischenraum kommen wir in einem gewissen Leben immer wieder und wieder.
[ 47 ] So there is an in-between space between these two states, and in a certain life we find ourselves in that in-between space again and again.
[ 48 ] Nun, sehen Sie, meine Herren, jetzt gibt es noch eine Frage. Die werden wir das nächste Mal, am nächsten Mittwoch um neun Uhr, besprechen müssen. Das ist diese wichtige Frage, die immer wieder aufgeworfen wird, daß einem einer sagt: Nun ja, du hast gut reden vom vorigen Erdenleben, aber ich erinnere mich daran nicht. Woran ich mich nicht erinnere, daran glaube ich nicht. - Nun werde ich Ihnen das nächste Mal erklären, wie das mit diesem Erinnern ist, und was es damit für eine Bewandtnis hat. Dann werden wir wieder ein Stück weiter gekommen sein. Dann werden wir die Frage, auf die wir uns vorbereitet haben, mehr oder weniger erledigt haben.
[ 48 ] Well, you see, gentlemen, there’s still one more question. We’ll have to discuss it next time, next Wednesday at nine o’clock. It’s that important question that keeps coming up, when someone says: “Well, it’s easy for you to talk about your previous earthly life, but I don’t remember it. What I don’t remember, I don’t believe in.”—Next time, I’ll explain to you how this matter of remembering works and what it’s all about. Then we’ll have made a bit more progress. Then we’ll have more or less settled the question we’ve been preparing for.
